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Flugzeugabsturz in Pakistan - Ermittlungen gegen Chef der Fluggesellschaft

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Ermittlungen gegen Chef der Fluggesellschaft

21.04.2012, 09:36 Uhr | dpa, dapd

Flugzeugabsturz in Pakistan - Ermittlungen gegen Chef der Fluggesellschaft. Flugzeugabsturz in Pakistan: Nur noch Trümmer sind von der Boeing 737-200 übrig geblieben (Quelle: Reuters)

Flugzeugabsturz in Pakistan: Nur noch Trümmer sind von der Boeing 737-200 übrig geblieben (Quelle: Reuters)

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz mit mindestens 127 Toten hat die pakistanische Regierung Ermittlungen zu dem Unglück eingeleitet und ein Ausreiseverbot gegen den Besitzer der Fluggesellschaft verhängt. In dem Dorf, auf das die Boeing 732-200 gestürzt war, gibt es wohl doch keine Toten.

Die Passagiermaschine der Bhoja Air war während eines Gewitters im Landeanflug auf die Hauptstadt Islamabad abgestürzt. Alle Insassen kamen dabei ums Leben. Die Fluggesellschaft, die nach einer elfjährigen Pause erst im März wieder den Betrieb aufgenommen hatte, machte das schlechte Wetter für den Absturz verantwortlich.

"Flugzeug war angeblich ziemlich alt"

Airline-Chef Farooq Bhoja sei auf eine Liste gesetzt worden, die es ihm verbiete, das Land zu verlassen, sagte Innenminister Rehman Malik am Unglücksort. Ein solches Verbot wird in Pakistan oft über Verdächtige in einem Strafverfahren verhängt.

"Angeblich war das Flugzeug ziemlich alt. Deshalb wurde eine genaue Untersuchung der Flugtüchtigkeit der Bhoja-Air-Maschinen angeordnet", sagte Malik. Es werde untersucht, ob ein Fehler am Flugzeug, ein Blitz, das schlechte Wetter oder irgendein anderer Faktor für den Verlust so vieler Menschenleben verantwortlich gewesen sei.

Wohl keine Toten unter Dorfbewohnern

Bis in die Nacht bargen Rettungskräfte Leichen. Die Arbeiten wurden durch schlechtes Wetter behindert.

"Als das Flugzeug abstürzte, war überall Feuer. Das dauerte rund eine Stunde", sagte Bewohner Raja Ali Abbasi dem Sender GeoTV. Etwa 50 Häuser seien zerstört oder beschädigt worden. "Es wird mindestens drei bis vier Tage dauern, bis wir das Gebiet geräumt haben", sagte der Leiter eines Rettungsteams der Armee.

Während nach Angaben der Behörden keiner der Menschen an Bord des Flugzeugs überlebte, gab es unter den Bewohnern des Dorfes, auf das die Maschine stürzte, laut GeoTV entgegen ersten Berichten offenbar keine weiteren Opfer. Die Sprecherin des pakistanischen Rettungsdienstes, Deeba Shehnaz, hatte kurz nach dem Absturz gesagt, dass die Überreste von schätzungsweise etwa 150 Menschen am Unglücksort verstreut lägen.

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