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Atomkraft: Verletzte bei Zwischenfall in elsässischem AKW

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Verletzte bei Zwischenfall in elsässischem AKW

05.09.2012, 19:20 Uhr | AFP

Atomkraft: Verletzte bei Zwischenfall in elsässischem AKW . Bei dem Störfall im AKW Fessenheim sind mindestens zwei Personen verletzt worden (Quelle: imago)

Bei dem Störfall im AKW Fessenheim sind mindestens zwei Personen verletzt worden (Quelle: imago)

Bei einem Unfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze sind zwei Angestellte verletzt worden. Die beiden Männer hätten leichte Verbrennungen an den Händen erlitten, als in einem Nebengebäude der Anlage Dampf ausgetreten sei, teilte der Betreiber EDF mit.

Die französische Atomaufsichtsbehörde berichtete, dass es sich um einen kleineren Zwischenfall gehandelt habe und es keine Gefahr eines Austritts von Radioaktivität gebe. Bei dem Atomkraftwerk handelt es sich um die älteste französische Nuklearanlage; sie musste in den vergangenen Monaten immer wieder wegen Pannen abgeschaltet werden.

Unvorhergesehene Dampf-Explosion

Die beiden verletzten Arbeiter hätten mit einer Reinigungslösung hantiert, als es zu einer unerwarteten chemischen Reaktion gekommen sei, sagte der stellvertretende Leiter der Atomaufsicht, Thierry Charles. Dabei sei Wasserstoffperoxid-Dampf ausgetreten und habe die Hände der Arbeiter verbrüht. Die Verletzten wurden in die Krankenstation des Kraftwerks gebracht.

Die französische Polizei teilte mit, dass der Störfall sich kurz vor 16 Uhr ereignet habe. Neben den zwei Arbeitern seien sechs weitere Angestellte von dem Zwischenfall betroffen gewesen, aber nicht verletzt worden. "Es gab keine Umweltschäden", behauptete der Direktor der Anlage, Thierry Rosso in einer Telefonpressekonferenz.

Ältestes französisches Atomkraftwerk

Das im Elsass direkt am Rheinkanal an der deutschen Grenze gelegene Atomkraftwerk Fessenheim ist seit rund 35 Jahren in Betrieb und gilt als sehr umstritten. Seine beiden Druckwasserreaktoren sind die ältesten noch in Betrieb befindlichen in Frankreich. Die Anlage liegt ganz dicht an der deutschen Grenze. In den vergangenen Monaten musste die bereits mehrfach wegen Störfällen abgeschaltet werden. Präsident François Hollande hatte im Wahlkampf die Stilllegung innerhalb der nächsten fünf Jahre versprochen.

Umweltschützer fordern seit langem die Abschaltung des veralteten und pannenanfälligen Atomkraftwerks aus dem Jahr 1977. Die Anlage liegt darüber hinaus in der Erdbebenzone des Rheingrabens. Der deutsche Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) forderte die sofortige und endgültige Stilllegung des Reaktors. "In dem AKW Fessenheim gab es immer wieder Störfalle, das Ding muss endgültig stillgelegt werden", so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz in einer ersten Stellungnahme.

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