19.11.2012, 12:55 Uhr | dpa
Die Untersuchungen am Unfallort sind abgeschlossen - nun durchleuchtet die Polizei das Leben des Geisterfahrers von der A5 (Quelle: dpa)
Nach dem Unfall eines Geisterfahrers mit sechs Toten auf der A5 untersucht die Polizei das Leben des Unfallverursachers.
Die Untersuchungen am Unfallort seien abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Polizei. Nun gehe es darum zu klären, warum der 20-Jährige auf der Autobahn in die falsche Richtung fuhr. Um dies herauszufinden, werde das persönliche Umfeld des Mannes durchleuchtet.
Daraus könnten dann Rückschlüsse auf ein mögliches Motiv, etwa bei einem Suizid, gezogen werden. Zudem werde nach Drogen- und Alkoholkonsum gefragt. "Es ist ein Puzzle, das wir zusammensetzen müssen", sagte der Polizeisprecher. Es müsse mit langwierigen Ermittlungen gerechnet werden.
Der 20-Jährige aus dem badischen Ortenaukreis war am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn 5 bei Offenburg in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Er verursachte einen schweren Unfall, bei dem er und fünf weitere Menschen getötet wurden. Bei Folgeunfällen wurden Menschen verletzt, darunter eine 37-Jährige, die Erste Hilfe leisten wollte.
Bundesweit gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Geisterfahrer-Kollisionen mit mehreren Toten. So starben allein im Oktober mindestens 13 Menschen durch Falschfahrer. Fünf Tote gab es vor vier Wochen, als ein 24-jähriger Selbstmörder auf der A46 im Sauerland in ein Auto mit vier Insassen raste.
Quelle: dpa
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