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Brücke bei Koblenz eingestürzt - Menschen verschüttet  

Brücke bei Koblenz eingestürzt - Menschen verschüttet

16.12.2012, 10:58 Uhr | dpa

Rheinland-Pfalz. Koblenz: Tonnenschwere Betonteile sind auf Bauarbeiter herabgestürzt (Quelle: dapd)

Tonnenschwere Betonteile sind auf Bauarbeiter herabgestürzt (Quelle: dapd)

Beim Einsturz einer tonnenschweren Brücke sind sechs Arbeiter bei Koblenz zum Teil schwer verletzt worden. Die Männer waren am Samstagabend mit dem Abbau der maroden Fußgängerbrücke in Urbar beschäftigt, als plötzlich Trümmer auf sie herabstürzten und drei von ihnen verschütteten.

Foto-Serie: Brücke eingestürzt

Zwei der Männer zogen sich lebensgefährliche Verletzungen zu, ein weiterer Mann verletzte sich schwer. Drei Menschen wurden leicht verletzt, berichtete ein Notarzt.

Die Rettungskräfte mussten Spezialwerkzeug einsetzen, um die unter den Trümmern begrabenen Opfer zu befreien. Ein Arbeiter war fast drei Stunden lang unter einem mehrere Tonnen schweren Brückenteil eingeklemmt und konnte nur mit Hilfe von Plasmaschneidern gerettet werden.

Unter zehn Tonnen Trümmern begraben

"Der Mann hatte noch Glück", sagte der Notarzt. Vermutlich habe ein Baufahrzeug die Wucht des Aufpralls des auf mindestens zehn Tonnen geschätzten Trümmerteils beim Einsturz gedämpft. Der lebensgefährlich Verletzte wurde ins nahe Bundeswehrkrankenhaus Koblenz gebracht.

Der Einsatz an den labilen Resten des Bauwerks war für die Retter äußerst riskant. Während der Bergung mussten Ingenieure immer wieder die Statik des zerstörten Bauwerks prüfen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein 500-Tonnen-Kran stand zwar parat, konnte aber bei der Rettung nicht eingesetzt werden, um das Leben des Verschütteten nicht zu gefährden.

Straße und Bahnstrecke gesperrt

Die genaue Ursache für das Unglück steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen auf. Die Fuß- und Fahrzeugbrücke aus den 1960er Jahren sollte ihm zufolge abgerissen werden, weil sie marode war und nicht mehr genutzt werden konnte.

Die Brücke führte über die Bahngleise und die Bundesstraße 42 zum Rhein. Die B 42 und die rechtsrheinische Bahnstrecke werden wohl längere Zeit gesperrt bleiben. An der Rettungsaktion waren etwa 90 Einsatzkräfte beteiligt.

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