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Mehr als 80 Unfälle auf spiegelglatten Straßen im Norden

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Glatte Straßen behindern Verkehr vor Heiligabend

23.12.2012, 12:03 Uhr | dpa

Mehr als 80 Unfälle auf spiegelglatten Straßen im Norden. Glatteis-Unfall auf der Autobahn A7 bei Schleswig.

Glatteis-Unfall auf der Autobahn A7 bei Schleswig. (Quelle: dpa)

 

Berlin (dpa) - Spiegelglatte Straßen haben am Tag vor Heiligabend zu hunderten Unfällen in Deutschland geführt. Allein in Hamburg und Schleswig-Holstein krachte es am vierten Advent mehr als 100 mal, verletzt wurden zum Glück nur wenige.

Bei einer Massenkarambolage mit 14 Wagen auf der Autobahn A23 (Hamburg-Heide) wurden nahe Rellingen bei Pinneberg sechs Menschen leicht verletzt.

Auch im Osten Deutschlands ereigneten sich - vor allem am Morgen - Dutzende Glätte-Unfälle, etwa in Berlin. Auf glatten Bürgersteigen stürzten viele Menschen, allein in Hamburg kamen nach Angaben der Feuerwehr mehrere Fußgänger mit Verletzungen ins Krankenhaus, nachdem sie auf vereisten Gehwegen hingefallen waren. Währenddessen ließ Tauwetter im Westen und Süden die Pegelständen an den Flüssen steigen.

Von der Bahn hieß es, das turbulente Wetter mit Schnee und Eis im Norden und viel Regen im Westen und Süden habe den Zugverkehr kaum beeinträchtigt. Bis zum Nachmittag gab es ein Problem zwischen Elmshorn und Westerland. Wie eine Bahn-Sprecherin sagte, beschädigte Eisregen die Oberleitungen, was ICs und ICEs zwischen Hamburg und Sylt ausfallen ließ. Die mit Dieselloks betriebenen Regionalzüge der Nordostseebahn fuhren dagegen wie gewohnt.

Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2962 Meter) erschwerten stürmischer Wind und sehr hohe Lawinengefahr den Skibetrieb. Der Wind fegte zeitweise mit mehr als 100 Stundenkilometern. Zwar fielen seit Samstagfrüh 40 Zentimeter Neuschnee, doch der Wind verwehte ihn. Etwa 2,20 Meter Schnee liegen am Gipfelbereich. Wegen des starken Windes konnte die Eibsee-Seilbahn nicht fahren. Wintersportler mussten die Zahnradbahn nehmen.

Wegen Tauwetters gibt es auch schon Hochwasser: An Heiligabend soll etwa der Pegel von Donau und Rhein den vorläufigen Scheitelpunkt erreichen. In der Lörracher Innenstadt trat ein Zufluss des Rheins am Sonntag über die Ufer. Laut Polizei wurden Radwege und Unterführungen gesperrt.

Die Hochwasserschutzexperten der Stadt Köln sehen den steigenden Rheinpegel gelassen. An Heiligabend soll der Kölner Pegel die 7,00 Meter erreichen, am ersten Weihnachtstag 7,60 Meter, am zweiten Weihnachtstag dann etwa 8,00 Meter. Zum Vergleich: Die Rheinpromenade am Rande der Altstadt wird erst bei 8,20 Meter überspült. Ab Köln rheinaufwärts ist die Schifffahrt bereits eingeschränkt: Schiffe dürfen nur noch in der Flussmitte fahren.

Am Samstag war der Start in die Weihnachtspause auf den Straßen relativ ruhig verlaufen: In Bayern gab es Staus in Richtung Skigebiete, ansonsten hatte Glätte vor allem auf den Autobahnen zwischen Berlin und Magdeburg sowie Berlin und Hamburg Probleme verursacht.

 
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