08.01.2013, 09:18 Uhr | dpa
Ein Radrennen hat ihn weit über die Stadt hinaus bekannt gemacht: Der knapp 52 Jahre alte Henninger Turm in Frankfurt wird abgerissen. Die Arbeiten im Inneren des 120 Meter hohen fensterlosen Getreidesilos haben bereits begonnen. Im Herbst soll der Abriss abgeschlossen sein.
Der 1961 erbaute Henninger Turm, der lange als das höchste Gebäude Frankfurts galt, werde nach und nach abgetragen, sagte Daniel Hopp, Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft Actris und Sohn des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp. Der Familie Hopp gehört das frühere Gelände der Henninger Brauerei in Frankfurt-Sachsenhausen.
An der Stelle des Turms soll ein etwa 130 Meter hoher Wohnturm gebaut werden, der bis zu 100 Millionen Euro kosten werde, sagte Hopp. "Ziel ist es, dass die ersten Mieter 2015/16 einziehen." Etwa 130 Wohnungen sollen in dem Turm entstehen, der in seiner Silhouette dem alten Wahrzeichen nachempfunden sein soll.
Als Getreidelager für die Brauerei nebenan diente der Henninger Turm seinerzeit nur ein paar Jahre. Doch jahrzehntelang zog ein rundes Drehrestaurant an der Spitze viele Besucher an. Es wurde 2002 geschlossen. Auch der Radsportklassiker am 1. Mai heißt längst nicht mehr "Rund um den Henninger Turm".
Offen ist noch, ob es im bierfassähnlichen Aufbau des neuen Wohnturms des Frankfurter Architektenbüros Meixner Schlüter Wendt wieder ein Drehrestaurant geben wird.
Quelle: dpa
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