13.01.2013, 11:09 Uhr | t-online.de, dapd, dpa
In Meschede kollidiert eine Geisterfahrerin auf einer Talbrücke mit einem anderen Auto. (Quelle: dpa)
Die Serie an schweren Unfällen durch Geisterfahrer setzt sich fort. Im sauerländischen Meschede hat in der Nacht auf Sonntag eine Falschfahrerin auf der A 46 eine Kollision verursacht, bei der zwei Menschen schwer verletzt wurden.
In der gleichen Nacht sorgte eine betrunkene Geisterfahrerin auf den Autobahnen 620 und 8 in Richtung Luxemburg für Chaos. Die Stimmen in der Politik nach Gegenmaßnahmen werden lauter.
In Meschede wurden zwei Personen verletzt. Die 51 Jahre alte Frau sei zunächst richtig auf die Autobahn aufgefahren, habe dann aber den Wagen gewendet und sei in Gegenrichtung zurückgefahren, berichtete die Polizei. Warum, ist bislang unklar. Auf einer Talbrücke sei sie dann mit dem Wagen eines 56-Jährigen zusammengestoßen.
Beide Fahrer wurden in ihren Autos eingeklemmt. Die Frau wurde mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik geflogen. Auch der ebenfalls schwer verletzte Mann kam in ein Krankenhaus.
Im Saarland stoppte die Polizei die betrunkene Fahrerin mit einer Vollsperrung. Die 27 Jahre alte Frau war rund 25 Kilometer in Richtung Luxemburg als Geisterfahrerin unterwegs gewesen, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten stellten bei der Fahrerin einen Alkoholwert von 1,7 Promille fest.
Offenbar war die Frau bei Saarlouis mit überhöhter Geschwindigkeit falsch auf die Autobahn aufgefahren und hatte dabei eine Leitplanke gerammt. Statt anzuhalten, fuhr sie einfach weiter. Die 27-Jährige muss sich nun wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht verantworten.
Auf deutschen Autobahnen gab es 2012 rund 1800 gemeldete Geisterfahrten. Diese alarmierende Zahl hat nun auch die Politik auf den Plan gerufen. Der saarländische Verkehrsminister Heiko Maas (SPD) begrüßte die Pläne für eine bundesweite Einführung von Warntafeln an Autobahnauffahrten.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte angekündigt, solche Schilder künftig einsetzen zu wollen. Es sei gut, so Maas, dass der Bund jetzt endlich Maßnahmen ergreife, um Gefahr von Falschfahrern zu reduzieren. Im Falle der Frau in Meschede, die einfach auf der Autobahn gewendet hatte, hätten aber auch diese Schilder nichts geholfen.
Quelle: t-online.de, dapd, dpa
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