20.01.2013, 11:02 Uhr | dapd, AFP, dpa
Bei einer Wanderung durchs schottische Hochland sind vier Bergsteiger von einer gewaltigen Lawine getötet worden. Die Verunglückten gehörten einer sechsköpfigen Gruppe an, die die Schlucht von Glencoe erkunden wollte.
Die drei Männer und drei Frauen befanden sich vermutlich beim Abstieg von dem 1150 Meter hohen Berg Bidean nam Bian an der Westküste, als sich das Schneebrett löste. Fünf der Bergsteiger wurden von den Schnee- und Eismassen verschüttet, berichtete der Sender BBC unter Berufung auf die Polizei.
Zwei andere Bergsteiger entdeckten eines der Opfer auf ihrer Route und alarmierten die Rettungskräfte. Gleichzeitig konnte sich ein Mann selbst retten und die Polizei verständigen. Eine weitere Frau, die ebenfalls verschüttet wurde, verletzte sich schwer.
Über Schottland und ganz Großbritannien war in den vergangenen Tagen eine Kältefront mit heftigem Schneefall und starken Windböen hereingebrochen. In England blieben deshalb in der vergangenen Woche zahlreiche Flughäfen und Schulen geschlossen; auf britischen Straßen herrschte Chaos.
Mark Diggins vom schottischen Lawinen-Dienst sagte aber, die Wetterbedingungen im Hochland seien für die Jahreszeit durchaus nicht ungewöhnlich gewesen. In den vergangenen Tagen sei es eher trocken gewesen, und es habe wenig Neuschnee gegeben. "Eine Lawine kann aber von einer einzigen Person ausgelöst werden."
Der schottische Ministerpräsident Alex Salmond sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Der Unfall sei eine "schreckliche Tragödie". David Gibson vom schottischen Bergsteiger-Verband warnte, vor jedem Bergausflug die Lawinen-Gefahr zu überprüfen. "Dann muss man die Risiken abwägen."
Quelle: dapd, AFP, dpa
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