22.03.2013, 16:46 Uhr | AFP
Nächtliche Jäger, die den Tod bringen können: Fledermäusen sollte man nach Expertenrat fern bleiben. (Quelle: dpa)
Nachdem in Australien ein achtjähriger Junge nach einem Fledermaus-Biss gestorben ist, warnen Experten jetzt weltweit vor den Tieren. Man solle ihnen möglichst fernbleiben.
Allerdings bestehe nicht nur eine Gefahr durch die Tiere selbst. Eine Übertragung des sogenannten Australischen-Fledermaus-Lyssavirus (ABLV) sei theoretisch auch von Mensch zu Mensch möglich, warnten Ärzte am Kinderkrankenhaus im australischen Brisbane.
Der achtjährige Junge war nach Angaben der Ärzte bei einem Urlaub mit seiner Familie im australischen Bundesstaat Queensland im Dezember von einer Fledermaus gebissen worden. Seinen Eltern sagte er davon nichts.
Drei Wochen später traten bei dem Jungen Krämpfe, Bauchschmerzen und Fieber auf, später kamen Gehirnschäden hinzu. Schließlich fiel der Junge ins Koma und starb Ende Februar.
Erst am zehnten Tag nach Auftreten der Symptome konnten die Ärzte feststellen, dass der Junge sich mit den gefährlichen Fledermaus-Lyssaviren angesteckt hatte.
Nach Angaben der Ärzte verliefen bislang alle ABLV-Infektionen tödlich, auch wenn eine Ansteckung beim Menschen äußerst selten sei. Zwei bestätigte Todesfälle bei Erwachsenen gab es 1996 und 1998.
ABLV wurde zunächst bei australischen Fledermäusen und Flughunden festgestellt. Weitere Formen des Virus gibt es bei Fledermäusen in den USA und Europa.
Quelle: AFP
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