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    Idstein: ICE steckt stundenlang im Tunnel fest

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    ICE steckt in Tunnel fest

    02.04.2013, 16:32 Uhr | t-online.de, dpa

    Idstein: ICE steckt stundenlang im Tunnel fest. ICE, Panne, Hessen (Quelle: dpa)

    In diesem Tunnel bei Niedernhausen (Hessen) war ein ICE stecken geblieben. (Quelle: dpa)

    Rund 400 Passagiere eines ICE der Deutschen Bahn haben in der Nacht zu Dienstag stundenlang in einem Tunnel nördlich von Wiesbaden festgesessen. Grund dafür war offenbar ein Vogel, der in die Oberleitung bei Idstein in Hessen geflogen war und dabei einen Kurzschluss verursacht hatte.

    Die Reisenden waren von Frankfurt aus nach Köln unterwegs, mussten statt eines Abends in der Domstadt aber knapp vier Stunden im Zug ausharren. Verletzt wurde niemand.

    Der ICE war um kurz nach 20.00 Uhr in Frankfurt gestartet. Erst nach Mitternacht konnten die Passagiere über Verbindungsstege zwischen den Türen in einen anderen Zug umsteigen, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt sagte. Nach Angaben der Deutschen Bahn konnten die Fahrgäste gegen 1.15 Uhr die Fahrt nach Köln fortsetzen.

    Notstrom geht zur Neige

    Wie einige Fahrgäste über Twitter mitteilten, war während der Wartezeit in einzelnen Zugteilen bereits das Licht ausgeschaltet worden, weil der Notstrom zur Neige ging. Ein Bahnsprecher wies solche Berichte zurück. "Die Notstromversorgung hat bis zum Schluss funktioniert." Alle Wagen seien beleuchtet gewesen.

    Den betroffenen Fahrgästen stehe die Rückerstattung von 50 Prozent des Fahrpreises zu. Darüber hinaus werde es aus Kulanz zusätzliche Leistungen geben - welche, wollte der Bahnsprecher aber nicht sagen.

    Der liegengebliebene ICE musste abgeschleppt werden. Die Strecke zwischen Frankfurt und Köln war zeitweise nur eingleisig befahrbar. Sie konnte schon in der Nacht wieder in beide Richtungen benutzt werden, wie eine Bahnsprecherin sagte. Neun ICE wurden über die linksrheinische Strecke umgeleitet.

    Pro-Bahn-Verband: "So etwas darf nicht passieren"

    Auch am Dienstagmorgen kam es noch zu Verspätungen. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte das Pannenmanagement der Bahn als "peinlich". Dass die Fahrgaste vier Stunden in einem Tunnel festsaßen, sei nicht hinnehmbar, sagte Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann und fügte hinzu: "So etwas darf nicht passieren."

    Es diene nicht der Vertrauensbildung, wenn eine solche Aktion mehrere Stunden dauere, der betroffene Tunnel wäre von Frankfurt aus in einer halben Stunde zu erreichen gewesen.

    Zunächst hatte die Bundespolizei von 450 betroffenen Passagieren gesprochen, die Bahn korrigierte diese Zahl jedoch auf 400 Reisende.

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