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Flugzeugabsturz San Francisco: "Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11"

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Bruchlandung einer Boeing 777 in San Francisco: zwei Tote

07.07.2013, 16:00 Uhr | dpa, AP/dpa, AFP, rtr

Flugzeugabsturz in San Francisco (Quelle: Reuters)

Die Unglücksmaschine: Die Kabinendecke ist verbrannt und aufgerissen (Quelle: Reuters)

Zwei Menschen sind bei der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs in San Francisco ums Leben gekommen. Alle anderen 305 Menschen an Bord überlebten nach US-Angaben das Unglück am Samstag. Augenzeugen bot sich ein Bild des Grauens.

Die Unglücksursache ist noch unbekannt. Das Flugzeug war nach einem zehnstündigen Direkt-Flug von Seoul auf der Landebahn in San Fracisco aufgeschlagen.

Insgesamt seien 182 Menschen verletzt worden. 123 Menschen seien unverletzt ins Flughafengebäude gebracht worden, erklärte Dale Carnes von der Feuerwehr nach Angaben des Fernsehsenders CNN.

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Die beiden Toten seien nach dem Unglück außerhalb des Flugzeugs auf der Landebahn gefunden worden, sagte Feuerwehrchefin Joanne Hayes-White laut CNN. Nach Angaben des Präsidenten der Asiana Airlines, Yoon Young-doo, handelte es sich um zwei Chinesinnen im Teenager-Alter. Sie hatten im hinteren Teil der Maschine gesessen.

Aus den Krankenhäusern von San Francisco hieß es, die Verletzten hätten Verbrennungen, Frakturen oder innere Blessuren erlitten. 49 von ihnen befinden sich nach Angaben eine Flughafensprechers in einem kritischen Zustand.

Kabinendecke aufgerissen, Heck abgebrochen

Die Bilder von der Unglücksstelle waren erschreckend. Die Maschine lag mit aufgerissener und verbrannter Kabinendecke auf dem Rollfeld, das Heck des Flugzeugs war abgebrochen. Trümmerteile waren weit über die Landebahn 28L verstreut. Offenbar war zudem eines der Triebwerke abgebrochen. Auf der linken Seite waren zwei Notrutschen zu sehen, über die sich die meisten Passagiere aus dem brennenden Wrack retten konnten.

Der Internationale Flughafen liegt am Ufer der Bucht von San Francisco. Feuerwehrchefin Hayes-White sagte, einige Passagiere seien aus dem Wasser gekommen, als die Retter eintrafen. "Aber das Flugzeug war ganz sicher nicht im Wasser", fügte sie hinzu. Weil es an Bord gebrannt habe, seien Passagiere möglicherweise Richtung Wasser geflüchtet.

Die US-Transportsicherheitsbehörde NTSB begann unmittelbar mit der Ursachensuche. Einen Terroranschlag schloss die Bundespolizei FBI aus. Während des Unglücks herrschten gute Wetterverhältnisse. Die Sonne schien und der Wind war nicht stark. Nach Angaben des südkoreanischen Verkehrsministeriums setzte das Flugzeug mit dem Heck auf der Rollbahn auf und driftete dann nach links ab.

Die Flugaufsichtsbehörde FAA stufte den Vorfall offiziell als Bruchlandung ein. Augenzeugen berichteten im Fernsehen, dass es beim Aufsetzen einen Knall oder eine Explosion am Fahrwerk gegeben habe. Weißer Rauch sei zu sehen gewesen, dann habe sich das Flugzeug mehrfach gedreht.

Die Boeing 777 habe nach den bisherigen Erkenntnissen keine technischen Probleme gehabt, sagte der Chef der Asiana Airlines, Yoon Young Doo. Die beiden Piloten hätten keinen Notruf abgesetzt. Beide hätten 10.000 beziehungsweise 9000 Stunden Flugerfahrung. "Unsere Piloten halten sich strikt an die Flugregeln", betonte Yoon.

Flugzeug zu tief geflogen?

Die Flughafenfeuerwehr löschte die Brände mit Schaum und Wasser. Im Internet kursierende Fotos zeigten Menschen, die von dem Jumbojet wegrennen. Manche Beobachter sagten hinterher, das Flugzeug sei zu tief angeflogen, so dass das Fahrwerk gegen eine Mauer geprallt sei. Zudem sei die Geschwindigkeit zu hoch gewesen.

Benjamin Levy, der zu den Überlebenden gehört, berichtete dem Sender NBC, die Maschine sei wohl zu niedrig über dem Wasser geflogen. "Ich kenne den Flughafen ziemlich gut, also habe ich gemerkt, dass der Typ ein wenig zu flach war und zu schnell."

Der Pilot habe deswegen versucht, noch an Höhe zu gewinnen. "Aber es war zu spät und wir setzten sehr hart auf der Landebahn auf, und dann sind wir wieder nach oben in die Luft gegangen und wieder gelandet, ziemlich hart."

Der Flugverkehr auf dem internationalen Airport musste stundenlang unterbrochen werden. Ankommende Flüge wurden auf andere Ziele an der Westküste umgeleitet. Nach dem Nationalfeiertag am vergangenen Donnerstag und wegen der Schulferien gehört das Wochenende zu den geschäftigsten Reisetagen. US-Präsident Barack Obama dankte laut einer Mitteilung den Ersthelfern für ihr schnelles Eingreifen.

Ein Manager, der nach eigenen Angaben an Bord des Flugzeugs war, berichtete via Twitter von dem Unglück. "Ich bin gerade in SFO bruchgelandet. Heck abgerissen. Den meisten scheint es gut zu gehen. Mir geht's gut. Surreal...".

Ebenfalls über Twitter schrieb eine junge Frau, die nach eigenen Angaben vor einem Hotel mit direktem Blick auf die Landebahn stand: "Ich habe gerade buchstäblich einen Flugzeugabsturz von Anfang bis Ende miterlebt. Ich kann nicht aufhören zu weinen. Ich kann das nicht glauben." Sie sendet via Twitter ein Foto und antwortet sofort auf Fragen von anderen.

"Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11"

Zu einem Foto der verunglückten Maschine schrieb David Eun: "Feuerwehrleute und Retter überall. Sie holen die Verletzten raus. Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11." Das bezieht sich auf die Anschläge vom 11. September 2001.

Asiana ist nach Korean Air die zweitgrößte Fluggesellschaft Südkoreas und Mitglied der Star Alliance, in der auch die Lufthansa ist. Sie fliegt besonders an der Westküste der USA viele Ziele an. Asiana operiert mit zwölf Boeing 777-200, die jeweils ungefähr 300 Passagiere aufnehmen können.

Sowohl der Flugzeugtyp als auch die Airline gelten bei Luftfahrtexperten als sehr sicher. Dem Nachrichtensender CNN zufolge wurde die betroffene Maschine 2006 ausgeliefert, war also noch relativ jung.

07.07.2013, 16:00 Uhr | dpa, AP/dpa, AFP, rtr

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