07.07.2013, 20:07 Uhr | dpa, AP/dpa
Nichts auf dem mehr als zehn Stunden dauernden Flug nach San Francisco deutet darauf hin, dass die letzten Sekunden in einer Katastrophe enden werden. Keine Warnung aus dem Cockpit, kein Tonsignal, kein Rumpeln - alles Routine. Das Fahrwerk hat schon fast die Landebahn berührt, als es einen heftigen Knall gibt und die Maschine ins Schleudern gerät.
Wenige Minuten später liegt die Boeing 777 auf der Landebahn in San Francisco - ausgebrannt, voller Löschschaum, das Heck abgerissen. Trümmerteile überall. 305 Menschen haben die Bruchlandung der aus Südkorea kommenden Maschine überlebt - zwei junge Mädchen nicht.
Jetzt läuft hinter den Kulissen die Ursachensuche auf vollen Touren. Spekulationen machen die Runde. Wie konnte es mit der modernen Maschine einer etablierten Fluggesellschaft unter strahlend blauem Himmel überhaupt zu so einer Katastrophe kommen?
Mehreren Augenzeugen zufolge hat das Flugzeug zu früh zur Landung angesetzt. "Das Fahrwerk war zu schnell zu weit unten", sagt ein Mann dem Sender CNN. Die Räder hätten ein Hindernis gerammt, danach sei das Flugzeug auseinandergebrochen.
Auch der Passagier Levy bemerkt nach eigener Aussage, dass die Maschine zu steil und zu langsam anflog: "Wir sind etwa zwei oder drei Meter über dem Wasser. Ich sehe die Landebahn nicht, ich sehe nur Wasser. Mir wird klar, wir sind viel zu tief." Man hoffe nun, dass eine Befragung des Piloten in den kommenden Tagen Klarheit bringe, so ein Sprecher der Flugsicherheitsbehörde NTSB (National Transport Saftey Board).
Auch wenn die Augenzeugen keine Experten sind: Auf Fotos sind Trümmer der Maschine gleich am Anfang des Rollfeldes zu sehen. Und selbst laut NTSB ist ein "Piloten-Fehler" nicht auszuschließen.
Der Hamburger Luftfahrtexperte Cord Schellenberg gibt zu bedenken, dass ein Flugzeugunglück häufig die Folge einer Verkettung mehrerer Umstände ist. Oft sei ein Zusammenspiel von menschlichem und technischem Versagen die Ursache, so Schellenberg.
Schellenberg, Vizepräsident des Luftfahrt-Presse-Clubs, warnt bezüglich der Ursachenforschung: "Schnelle Schlüsse sind meistens falsche Schlüsse." Es dauere erfahrungsgemäß Wochen und Monate, bis die Gründe für einen Unfall feststünden.
Es sei jetzt wichtig, die Besatzung des Cockpits und des Towers zu den Ereignissen zu befragen. Die Funkgespräche könnten Aufschluss geben. Auch sei zu prüfen, wie die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt des Unglücks gewesen sind. Der Experte fügt hinzu: "Wir haben es mit einer sehr guten Fluggesellschaft, einem sehr guten Flughafen und einem sehr guten Flugzeug zu tun." Der Flug sei klassisches Tagesgeschäft gewesen.
07.07.2013, 20:07 Uhr | dpa, AP/dpa
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