22.07.2013, 21:46 Uhr | dpa
Mit der gewohnten Lockerheit begeht Papst Franziskus auch seine erste Auslandsreise nach Brasilien. Schon während des Fluges war er zu Scherzen aufgelegt.
Das Pontifex aus Argentinien begrüßte auf dem Flug nach Rio eine brasilianischen Journalistin mit den Worten: "Gott ist schon Brasilianer, wollt ihr auch einen Papst?", wie die Zeitung "Folha de Sao Paulo" von Bord des Flugzeuges berichtete.
Damit nahm Franziskus den Ausspruch seines Vor-Vorgängers Johannes Paul II. auf. Der hatte bei seinem Besuch in der Stadt am Zuckerhut 1997 in Anspielung auf Rios Einwohner, die Cariocas, gesagt: "Wenn Gott Brasilianer ist, dann ist der Papst Carioca."
Franziskus traf am Montagabend in Brasilien ein. Am Flughafen der Metropole Rio de Janeiro wurde das Oberhaupt der katholischen Kirche unter anderem von Staatschefin Dilma Rousseff erwartet. Der 76-jährige Argentinier reist aus Anlass des katholischen Weltjugendtags nach Rio. An dem Großereignis sollen bis zu 1,5 Millionen Menschen aus rund 170 Ländern teilnehmen, darunter etwa 1800 aus Deutschland.
In der Stadt am Zuckerhut ist in diesen Tagen ein massives Polizei- und Militäraufgebot im Einsatz. Schon am Montag waren kleinere Proteste erwartet worden, die sich aber nicht gegen den Kirchenführer aus Rom richten sollten, sondern vielmehr gegen die Korruption in dem südamerikanischen Land.
Während des Flugs twitterte der 76-jährige Papst: "Ich komme in einigen Stunden in Brasilien an und mein Herz ist bereits voll Freude, weil ich bald bei euch bin, um den 28. Weltjugendtag zu feiern."
Vor den etwa 70 mitreisenden Journalisten, die er einzeln begrüßte, gab er gleich ein soziales Thema für seine Tage in Rio vor: Es dürfe nicht sein, dass durch die Wirtschaftskrise eine ganze junge Generation ins Abseits gestellt werde. Sie brauche Zukunft, Arbeit zu haben sei wichtig für die Würde einer Person, sagte er.
Franziskus hatte vorige Woche die Agenda in Rio kurzfristig geändert. Anders als geplant wollte er nach seiner Ankunft am Internationalen Flughafen von Rio nicht direkt zum Palácio Guanabara, dem Sitz des Gouverneurs, fliegen. Vielmehr wollte er zunächst im offenen und ungepanzerten Geländewagen durch einige Straßen im Zentrum Rios fahren, um dort die Menschen zu begrüßen.
Das Zentrum der Sechs-Millionen-Stadt war im Juni Schauplatz von Anti-Korruptions-Protesten, an denen bis zu 300.000 Menschen teilnahmen. Dabei war es nachts auch zu massiven Straßenschlachten mit der Polizei gekommen.
Die Rückreise des Papstes nach Rom ist für Sonntagabend geplant. Insgesamt stehen während der knapp einwöchigen Reise 13 öffentliche Ansprachen auf dem Programm des Papsts.
22.07.2013, 21:46 Uhr | dpa
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