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Bombenfund in Hannover: Eine der größten Entschärfungen in Deutschland

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250-Kilo-Bombe muss entschärft werden  

31.000 Menschen in Hannover müssen in Sicherheit gebracht werden

19.05.2015, 23:31 Uhr | dpa

Bombenfund in Hannover: Eine der größten Entschärfungen in Deutschland. Bei Abrissarbeiten auf einem ehemaligen Schulgelände wurde eine Bombe entdeckt. (Quelle: dpa)

Bei Abrissarbeiten auf einem ehemaligen Schulgelände wurde eine Bombe entdeckt. (Quelle: dpa)

Unter einem ehemaligen Schulgelände in Hannover lag mehr als 70 Jahre eine Weltkriegsbombe. Jetzt wurde der 250 Kilogramm schwere Blindgänger entdeckt - und für 31.000 Anwohner wird es eine ungewöhnliche Nacht. Sie müssen ihre Wohnungen verlassen und werden in Sicherheit gebracht, weil die Bombe am Abend in einer der größten Bombenentschärfungen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden muss. Auch ein Krankenhaus ist in dem betroffenen Gebiet.

Die Evakuierung der Gebäude und Häuser in der Gefahrenzone hat um 20 Uhr begonnen und kann bis Mitternacht andauern. Etwa 850 Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen sowie Sprengstoffexperten sind im Einsatz. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Blindgänger frühestens gegen Mitternacht entschärft werden kann.

Dieser war am Vormittag bei Abrissarbeiten auf dem Schulgelände entdeckt worden. Dort liegt er unter dem zuletzt von Gymnasiasten und der Volkshochschule genutzten Gelände in der dicht besiedelten Südstadt.

Zügige Entschärfung empfohlen

Wegen des Zustands des Blindgängers hatte der Kampfmittelräumdienst eine zügige Entschärfung empfohlen. Aus Containern sollte ein Splitterschutz um den Fundort der Bombe errichtet werden.

Ausgenommen von der Evakuierung wurde ein am Rande des Kreises liegendes großes Krankenhaus und auch das Landesfunkhaus des Norddeutschen Rundfunks am Maschsee.

Die ICE-Bahnstrecke von Hannover Richtung Kassel bildete den Rand der Evakuierungszone und war ebenfalls nicht betroffen. Als Notunterkunft wurde eine große Mehrzweckhalle neben dem Fußballstadion bereitgehalten.

Hannover Ziel alliierter Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg

Hannover war im Zweiten Weltkrieg vielfach Ziel alliierter Bomber. Alleine bei dem schwersten Bombenangriff auf die Landeshauptstadt in der Nacht zum 9. Oktober 1943 wurden 261.000 Bomben über Hannover abgeworfen, darunter 3000 Sprengbomben. 1245 Menschen kamen ums Leben, 250.000 wurden obdachlos. Das Stadtzentrum und die dicht besiedelte Südstadt wurden größtenteils zerstört.

Auch 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind Blindgänger eine im Boden schlummernde Gefahr und müssen regelmäßig in vielen deutschen Großstädten unter großen Sicherheitsvorkehrungen entschärft werden. Von der bislang größten Evakuierungsaktion in Deutschland seit Kriegsende waren 2011 in Koblenz rund 45.000 Menschen betroffen.

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