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Ägypten: Weit über 100 Leichen nach Unglück aus dem Meer geborgen

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Flüchtlingstragödie vor Ägypten  

Weit über 100 Leichen nach Unglück aus dem Meer geborgen

23.09.2016, 18:38 Uhr | AP, dpa

Ägypten: Weit über 100 Leichen nach Unglück aus dem Meer geborgen. Vor der Küste Ägyptens ist es zu einer neuen Flüchtlingstragödie mit zahlreichen Toten gekommen. Helfer bergen die Leichen. (Quelle: dpa)

Vor der Küste Ägyptens ist es zu einer neuen Flüchtlingstragödie mit zahlreichen Toten gekommen. Helfer bergen die Leichen. (Quelle: dpa)

Zwei Tage nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der ägyptischen Küste sind 162 Leichen aus dem Mittelmeer geborgen worden. Viele Menschen werden noch vermisst.

Das teilte ein ägyptischer Regierungsvertreter mit. Helfer hätten am Freitag Dutzende weitere Leichen geborgen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Viele Schiffbrüchige würden noch vermisst, die Zahl der Toten werde deshalb voraussichtlich weiter steigen. Die Rettungsaktion im Mittelmeer dauere an.

Bis zu 600 Menschen an Bord

Das Boot mit bis zu 600 Menschen an Bord war nahe der Stadt Alexandria gekentert. Das völlig überladene Boot war am Mittwoch von Ägypten aus Richtung Europa gestartet und etwa 12 Kilometer von der Hafenstadt Rosetta entfernt gekentert.

Viele der Opfer waren Behördenangaben zufolge Frauen und Kinder, die nicht schwimmen konnten. Rund 150 Menschen, meist Ägypter, hätten überlebt.

Flüchtlingsgrab Mittelmeer

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sprach davon, dass etwa 450 Menschen an Bord des Bootes gewesen seien. Die ägyptische Nachrichtenagentur Mena berichtete sogar von etwa 600.

Bei der Fahrt über das Mittelmeer Richtung Europa sterben immer wieder Flüchtlinge, weil die Boote überfüllt und schrottreif sind.

Gefährliche Odyssee

Ägypten entwickelt sich nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zu einem immer wichtigeren Startpunkt für Schlepperboote nach Europa. Die Odyssee, oft mit alten Fischkuttern, von dort sei besonders gefährlich und dauere oft länger als zehn Tage. Als Fluchtgründe werden vor allem Konflikte im Heimatland und eine hohe Arbeitslosenquote gesehen.

In diesem Jahr kamen der internationalen Organisation für Migration zufolge bereits mehr als 300.000 Bootsflüchtlinge in Italien oder Griechenland an. Mehr als 3000 seien auf der sogenannten mittleren und östlichen Mittelmeerroute ums Leben gekommen.

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