Sie sind hier: Home > Nachrichten > Panorama >

"Steam Works" in Berlin: Experten suchen nach Brandursache

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Brände  

"Steam Works" in Berlin: Experten suchen nach Brandursache

07.02.2017, 10:45 Uhr | dpa

"Steam Works" in Berlin: Experten suchen nach Brandursache. "Halt, Polizei! Tatort nicht betreten" steht auf dem Absperrband vor dem Saunaclub.

"Halt, Polizei! Tatort nicht betreten" steht auf dem Absperrband vor dem Saunaclub. Foto Paul Zinken Foto: Paul Zinken. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - In den verwinkelten Kellerräumen eines Saunaclubs in Berlin sind drei Männer bei einem Brand ums Leben gekommen. Sie starben am Sonntagabend vermutlich an Rauchvergiftung, wie ein Feuerwehrsprecher am Montag sagte.

Ein 48-jähriger Mann wurde nach dem Feuer in dem bei Schwulen beliebten Club schwer verletzt in eine Klinik gebracht.

Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchen die Brandursache. Nach den Worten von Polizeisprecher Winfrid Wenzel gibt es keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung. Die Lage deute darauf hin, dass Fahrlässigkeit die Unglücksursache gewesen sei, sagte Wenzel der rbb-Abendschau.

Laut Feuerwehr hatte es in einer abgehängten Zwischendecke im Untergeschoss des Gebäudes gebrannt. Dabei entwickelte sich heftiger Rauch. Der Club "Steam Works" im Stadtteil Schöneberg erstreckt sich über Erdgeschoss und Keller. Er besteht nach Angaben der Feuerwehr neben Saunen zum Großteil aus "Spielwiesen" für Homosexuelle.

Als der Brand ausbrach, hielten sich etwa 30 Menschen in den Räumen auf, die meisten brachten sich selbst in Sicherheit. Die Löscharbeiten erwiesen sich für die Feuerwehr als sehr kompliziert. Die Einsatzkräfte mussten im Inneren etwa 60 Einzelkabinen, in denen sich je ein Bett befindet, aufbrechen und kontrollieren. Auch habe es ein stockdunkles Labyrinth mit eng stehenden Wänden gegeben.

Details zur Identität der gestorbenen Männer waren zunächst unklar - nach Medienberichten hatten sie ihre Ausweise nicht bei sich. Obduktionen in der Gerichtsmedizin sollten über die genaue Todesursache Aufschluss bringen. Für die Vorgaben zum Brandschutz in dem Club war laut Feuerwehr die Bauaufsicht des Bezirks zuständig.

Diejenigen, sie sich selbst aus der Sauna retteten, waren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zumeist nur mit Handtüchern bekleidet. Die Männer kamen in einem Feuerwehrbus unter. Für Bewohner einer Seniorenresidenz in Stockwerken über dem Unglücksort ging der Brand glimpflich aus - das Gebäude musste nicht geräumt werden.

Die Feuerwehr war am späten Sonntagabend alarmiert worden. 80 Einsatzkräfte waren beteiligt, darunter auch eine spezielle Atemschutzstaffel.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
News-Video des Tages
Fähre rammt Kaimauer 
Ölteppich nach Fährenunfall vor Gran Canaria

Es wurden Hafen-Tankleitungen beschädigt, aus denen rund 60.000 Liter Treibstoff ins Meer flossen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal