Angriff nahe Toulouse

Autofahrer rast in Frankreich in Menschenmenge

11.11.2017, 16:11 Uhr | AFP, dpa

Ein Autofahrer ist in der Nähe von Toulouse im Südwesten Frankreichs in eine Gruppe von Passanten gefahren. (Screenshot: Reuters)

Der Angreifer handelte vorsätzlich: Im Südwesten Frankreichs ist ein Autofahrer in eine Gruppe von Passanten gerast. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der Täter hat offenbar psychische Probleme.

Ein Autofahrer hat am Freitag in der Nähe von Toulouse im Südwesten Frankreichs seinen Wagen in eine Gruppe von Passanten gesteuert. Drei Studenten seien dabei verletzt worden, teilte die Polizei in Blagnac bei Toulouse mit. Der Fahrer habe "vorsätzlich" gehandelt.

Eine 23-jährige Studentin aus China habe schwere Verletzungen erlitten, zwei weitere Studenten seien leichter verletzt worden, erklärte die Polizei weiter. Der Fahrer wurde laut Polizei kurz nach der Tat festgenommen. Er habe auf die Beamten gewartet.

Fahrer bezeichnet sich als schizophren

Laut Staatsanwalt Pierre-Yves Couilleau gab der Festgenommene an, dass seit etwa einem Monat der Wille in ihm herangereift sei, in Menschen zu rasen. Aus Polizeikreisen hieß es, dass der Mann sich als schizophren bezeichnet habe.

Der Toulouser Staatsanwalt Couilleau sagte dem Sender BFMTV, der Fahrer sei von den Behörden nicht in der Datenbank möglicher Gefährder für die Staatssicherheit geführt worden. Darin werden etwa Menschen aufgelistet, denen terroristische Absichten zugetraut werden. Der Fall wurde zunächst auch nicht von Anti-Terror-Ermittlern übernommen.

Der Festgenommene sei der Justiz aber bekannt, weil er etwa zehnmal verurteilt worden sei. Aktuell sei er im Rahmen einer Bewährungsstrafe verpflichtet, sich behandeln zu lassen - dieser Auflage sei er nachgekommen. Diese Angaben seien aber alle noch unter Vorbehalt, so der Ermittler. Nach französischen Medienberichten soll der Fahrer 28 Jahre alt sein.

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