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    Japan: "Schwarze Witwe" zum Tode verurteilt

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    Japan: "Schwarze Witwe" zum Tode verurteilt

    14.04.2012, 13:55 Uhr | AFP

    Weil sie drei Männer finanziell ausgenommen und dann getötet hat, ist eine Frau in Japan zum Tode verurteilt worden. Sie wurde in den Medien "Schwarze Witwe" genannt - nach den Spinnen, die ihre Partner nach der Paarung auffressen.

    Die Frau hatte die Männer im Alter von 41, 53 und 80 Jahren im Internet kennengelernt. Nachdem die 37-Jährige geraume Zeit auf Kosten der Männer gelebt hatte, wollten diese dem Richterspruch zufolge offenbar ihr Geld zurück. Daraufhin gab die Verurteilte ihren Opfern Schlaftabletten und ließ sie durch glühende Kohlebriketts in der Wohnung oder im Auto an Kohlenmonoxid-Vergiftung sterben.

    Sensationsprozess in Japan

    Der Fall hatte in Japan für viel Aufsehen gesorgt. Mehr als 1300 Menschen drängten sich vor dem Urteilsspruch vor dem Gericht in Saitama, um einen der insgesamt 49 für das Publikum bereitgehaltenen Stühle zu ergattern.

    Die von der Täterin genutzten Kohlebriketts sind eine in Japan verbreitete Selbstmordvariante. Die Verteidigung hatte entsprechend argumentiert, dass mindestens zwei der Opfer sich selbst umbrachten, weil sie nicht ertragen konnten, dass die 37-Jährige sie verlassen wollte. Dieser Argumentation folgte das Gericht nicht. Vielmehr befand es, dass die Angeklagte die Männer tötete, "um ihren luxuriösen, prahlerischen Lebensstil fortsetzen zu können, ohne zu arbeiten".

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