24.07.2012, 08:55 Uhr | dapd, dpa
Nach dem Kino-Massaker in Colorado hat sich die Familie des mutmaßlichen Todesschützen James Holmes zu Wort gemeldet. Über eine Anwältin äußerten die Angehörigen ihr Mitgefühl für die Opfer. "Die Familie möchte bekräftigen, dass sie mit dem Herzen bei den Opfern und deren Familien ist", sagte die Anwältin Lisa Damiani im TV-Sender CNN.
Hingegen zeigte der 24-jährige Holmes bei seinem ersten Erscheinen vor Gericht keine Regung - er wirkte seltsam abwesend und sagte kein Wort. Holmes saß vollkommen teilnahmslos vor dem Richter. Er hatte sichtlich Mühe, die Augen offen zu halten. Er ließ bei der Anhörung seine Pflichtverteidiger sprechen.
Angesichts des seltsamen Verhaltens des Verdächtigen, sagte Staatsanwältin Carol Chambers, sie könne keine Angaben darüber machen, ob Holmes Medikamente einnehme.
Trotz des grausamen Blutbads, das ihr Sohn angerichtet haben soll, appellierten die Eltern an die Öffentlichkeit: Der Fall solle vor Gericht und nicht in den Medien entschieden werden.
Holmes soll bei einem Überfall auf ein Kino in Aurora zwölf Menschen getötet haben. Dutzende wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft prüft, die Todesstrafe zu fordern. Diese kann im US-Bundesstaat Colorado bei besonders schweren Taten verhängt werden. Ob es dazu kommt, hängt vom Einverständnis der Opferfamilien ab. Allerdings wird die Todesstrafe in dem Staat äußerst selten verhängt.
Die Anwältin von Holmes Familie sagt, die Angehörigen seien besorgt über die Möglichkeit eines Todesurteils. Auf die Frage, ob die Eltern zu dem Verdächtigen stünden, antwortete sie: "Ja, das tun sie. Er ist ihr Sohn." Damiani trat in San Diego (Kalifornien), dem Wohnort der Eltern, vor die Presse. Sie wollte aber nicht sagen, wo sich die Familie derzeit aufhalte. "Ich fürchte um ihre Sicherheit." Zu ihrem derzeitigen Verhältnis zu ihrem Sohn wollen sie sich nicht äußern.
Bis zum Beginn des Prozesses dürften noch viele Wochen vergehen. Der Verdächtige weigert sich bislang, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Bis das Tatmotiv klar sei, könnten Monate vergehen, sagte der Polizeichef von Aurora, Dan Oates.
Seit seiner Festnahme unmittelbar nach dem Blutbad in einem Kino wird Holmes im Bezirk Arapahoe in einer Einzelzelle festgehalten. Neben einer Anklage wegen Mordes droht dem Verdächtigen auch eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz.
24.07.2012, 08:55 Uhr | dapd, dpa
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