19.11.2012, 13:35 Uhr | dapd
16 Jahre nach dem Tod seiner Ehefrau hat ein 57-Jähriger aus Rheinbach vor dem Bonner Landgericht ein Gewaltverbrechen gestanden. "Ich habe etwas gemacht, was ich nicht hätte machen dürfen", sagte der Angeklagte zum Prozessauftakt.
Bei einem Streit über beiderseitige Affären habe er 1996 ein Kissen genommen und die Arzthelferin erstickt. Die beiden waren bis dahin 20 Jahre verheiratet gewesen.
Nachdem er seine Frau getötet hatte, habe er die Leiche in einem Waldstück vergraben, sagte der Physiotherapeut. Anschließend meldete er seine damalige Frau als vermisst und baute über Jahre ein Lügengerüst auf.
Die Polizei legte den Vermisstenfall schließlich zu den Akten. Erst im letzten Frühjahr wurde der Fall nach Zeitungsrecherchen neu aufgerollt. Hintergrund ist der Fund einer Leiche in Bad Honnef, Monate nach dem Verschwinden der Frau.
Quelle: dapd
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