01.02.2013, 17:33 Uhr | dpa
Der als "Pulver-Kurt" bekanntgewordene Waffennarr aus der Pfalz muss nicht nur ins Gefängnis, sondern auch noch blechen. Er muss den Einsatz zur Beseitigung seines explosiven Arsenals bezahlen.
Der Kreisrechtsausschuss in Bad Kreuznach wies den Widerspruch des verurteilten Rentners gegen den Kostenbescheid über rund 32.000 Euro ab, teilte ein Sprecher der Kreisverwaltung mit.
Das gesamte Dorf Becherbach hatte 2011 evakuiert werden müssen, um das Waffen- und Sprengstofflager des Rentners kontrolliert sprengen zu können. Der Mann besaß eine der größten illegalen Waffen- und Sprengstoffsammlungen, die je in Deutschland gefunden wurden, und hatte sie in einer Scheune mitten im Dorf gelagert.
Der Kreissprecher bestätigte Berichte der "Allgemeinen Zeitung" und der "Rhein-Zeitung", wonach der Rentner noch vor einem Verwaltungsgericht gegen die Entscheidung klagen kann. Strafrechtlich war Pulver-Kurt bereits im vergangenen Jahr unter anderem wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Quelle: dpa
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