02.02.2013, 12:52 Uhr | dpa
Keine Gesichter zum Verbrechen: In Sicherheitsbussen werden die Verdächtigen von der Außenwelt abgeschirmt (Quelle: dpa)
Die fünf mutmaßliche Vergewaltiger der 23-jährigen Inderin haben vor Gericht auf nicht schuldig plädiert. Nach diesen Statements der Angeklagten werde der eigentliche Prozess beginnen, kündigte Rechtsanwalt A. P. Singh in Neu Delhi an. Diese Aussage des Verteidigers konnte zunächst nicht überprüft werden, da das Gericht die Öffentlichkeit im Vorverfahren ausgeschlossen hatte.
Nach Singhs Angaben hat das Gericht 13 Anklagepunkte zugelassen, darunter Mord, Gruppenvergewaltigung und Entführung. Die fünf Männer sowie ein 17-Jähriger sollen die junge Frau in einem Bus vergewaltigt und mit einer Eisenstange so schwer misshandelt haben, dass sie zwei Wochen später an ihren Verletzungen starb. Das Verbrechen hatte ganz Indien erschüttert und wochenlange Massenproteste und eine Diskussion um nicht geahndeten Missbrauch ausgelöst.
Währenddessen kommt der mutmaßlichen Haupttäter mit einer milden Strafe davon. Ein Gericht hatte nach Prüfung von Unterlagen festgestellt, dass er minderjährig ist - jetzt drohen ihm maximal drei Jahre Freiheitsentzug in einer Jugendstrafanstalt. Der 17-Jährige hatte das Opfer und ihren Freund in den Bus gelockt und soll bei der Vergewaltigung ganz besonders brutal vorgegangen sein.
Quelle: dpa
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