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"Kongo-Terminator" stellt sich Den Haag

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"Kongo-Terminator" stellt sich Den Haag

23.03.2013, 17:45 Uhr | AFP, dpa

"Kongo-Terminator" stellt sich Den Haag. Der mutmaßliche Kriegsverbrecher kommt in der Nacht im Haftzentrum in Den Haag an (Quelle: afp/dpa)

Der mutmaßliche Kriegsverbrecher kommt in der Nacht im Haftzentrum in Den Haag an (Quelle: afp/dpa)

 

Der kongolesische Rebellenführer Bosco Ntaganda ist an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGh) in Den Haag überstellt worden. Der IStGh teilte in der Nacht mit, Ntaganda sei im Haftzentrum des Gerichts angekommen.

Am Dienstag soll der 40-Jährige den Richtern vorgeführt werden. Ntaganda werden Kriegsverbrechen während des Bürgerkriegs in der Demokratischen Republik Kongo vorgeworfen. Unter anderem wird er für den Einsatz von Kindersoldaten, den Mord an 800 Dorfbewohnern und die sexuelle Versklavung junger Mädchen verantwortlich gemacht.

Verzweiflungstat des "Terminators"

Der langgesuchte Rebellenführer mit dem Beinamen "Terminator" hatte sich am Montag in der US-Botschaft in der ruandischen Hauptstadt Kigali gestellt und um seine Auslieferung nach Den Haag gebeten.

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Beobachter glauben, dass dies ein Akt der Verzweiflung des Rebellenchefs war, nachdem seine Kämpfer zuletzt schwere Verluste erlitten hatten. Es ist das erste Mal, dass sich ein Verdächtiger freiwillig dem Internationalen Strafgerichtshof stellt.

Guter Tag "für die internationale Gerechtigkeit"

Der Weltsicherheitsrat und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßten die Überstellung Ntagandas. Man werte dies als positiven Schritt sowohl für die internationale Strafjustiz als auch in Richtung der Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit im Osten der Demokratischen Republik Kongo, hieß es.

Ban zeigte sich nach Angaben seines Sprechers überzeugt, dass die Überstellung Ntagandas den Kampf gegen die Straflosigkeit in der Region voranbringen wird. IStGh-Chefanklägerin Fatou Bensouda sprach von einem guten "Tag für die Opfer im Kongo und für die internationale Gerechtigkeit".

 
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