31.07.2013, 10:15 Uhr | dpa, AFP
Er hat 77 Menschen umgebracht - vom Hass auf Fremde und die eigene Regierung geleitet: Nun möchte der inhaftierte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik Staatswissenschaften studieren. Er hat sich an der Universität in Oslo um einen Studienplatz beworben, was dort für Unruhe sorgt. Ein Verhindern wird aber nicht leicht.
Der Direktor der Uni, Ole Petter Ottersen, äußerte sich in einer Mischung aus Diplomatie und Zuversicht: "Anders Behring Breivik hat sich für ein volles Studium beworben, aber ich glaube nicht, dass er dafür die Voraussetzungen mitbringt." Es verstehe sich von selbst, "dass die Häftlinge keinen Zugang zum Campus erhalten, falls es Sicherheitsprobleme geben könnte".
Dass Breivik an Vorlesungen teilnimmt, ist nach Angaben des Justizministeriums ohnehin ausgeschlossen. Normalerweise studierten Gefängnisinsassen von ihrer Zelle aus, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur NTB.
keine gültigen Elemente gefunden!Als Jugendlicher hatte Breivik die weiterführende Schule abgebrochen und sich stattdessen als Geschäftsmann versucht. Da ihm die Hochschulreife fehlt, kann er an einer Universität auch keinen Abschluss machen. Der Norweger hat aber die Möglichkeit, im Fernstudium verschiedene Kurse zu belegen.
Mehrere Dozenten hätten ungeachtet dessen empört auf die Nachricht reagiert, berichtete der Fernsehsender TV2. Sie wollten nichts mit Breivik zu tun haben.
Direktor Ottersen kann verstehen, dass seine Mitarbeiter alarmiert sind. Die Universität könne Breivik aber nicht pauschal ablehnen. "Wir müssen uns an die Zulassungsregeln halten." Frühestens Ende August wisse man, ob Breivik an der Uni studieren könne."
Vor zwei Jahren hatte Breivik zunächst mit einer Autobombe im Regierungsviertel acht Menschen getötet und danach in einem Jugendlager der Arbeiterpartei auf der Insel Ut¢ya 69 Menschen erschossen. Er hatte sich als Polizist ausgegeben und dann eiskalt das Feuer eröffnet.
Am 24. August 2012 stufte ihn ein Gericht als schuldfähig und nicht von Wahn getrieben ein. Danach wurde der heute 34-Jährige zur Höchststrafe von 21 Jahren mit möglicher Verlängerung verurteilt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
wir haben uns dazu entschlossen, in diesem Artikel keine Kommentare zuzulassen. Erfahrungsgemäß ist zu diesem Thema keine sachliche Diskussion möglich. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von t-online.de
31.07.2013, 10:15 Uhr | dpa, AFP
Top Partner
Diesen Artikel...
Mit diesem Clip ist das Mädchen ein kleiner Star im Internet. zum Video
Das skurrile Penthouse ist unter Steinen und Sträuchern verborgen. mehr
Erkunden Sie die neue T-Online.de und gewinnen Sie einen von 20 Tolino Shine eReader! mehr
Im Südosten noch sonnig, aus Nordwesten Schauer und Gewitter. 18 bis 26 Grad. Deutschlandwetter
Jetzt für Neukunden 50% reduziert - 6 Fl. + 2 Gl. nur 24,90 €! Versandfrei bei Reichsgraf von Plettenberg.
Die ESA wirbt für eine bessere Vorhersage des Weltraumwetters. Aus gutem Grund. mehr
Die blutsaugenden Quälgeister unter dem Mikroskop betrachtet. zum Video
Ungefährlich sind die neuen Tiere nicht. mehr
Scheinbar mühelos können die Orcas das Tempo halten. zum Video
Forschern gelingt eine Sensation: Das weltweit größte Bild des Nachthimmels ist neun Gigapixel groß. mehr
Die spektakulärsten Aufnahmen der NASA von der Erde. zum Video
Hochwertige Apothekenkosmetik z.B. von Vichy, Eucerin, Avène usw. zu günstigen Preisen. mehr
Damenmode in bis zu 25 Spezialgrößen. Alle Modelle auch in Kurzgrößen. bei AtelierGS
Radio mit integrierter Wetterstation & nostalgischem Design für nur 29,99 €. bei Hugendubel.de
Krisen & Konflikte
Panorama
Parteien
Wissen