Prozess gegen Maschsee-Mörder
Ex-Freundin bezeichnet Angeklagten als tickende Zeitbombe09.08.2013, 19:05 Uhr | dpa
Die Ex-Freundin des Angeklagten hat Details zum Mord an einer Prostituierten geliefert (Quelle: dpa)
"Ich glaube dass er weitermachen wird, leider", sagte die 37-Jährige und lieferte erschütternde Details zum brutalen Mord an einer Prostituierten vor rund neun Monaten - und zum Motiv. Während der Angeklagte zu den Vorwürfen schwieg, erklärte die Zeugin unter Tränen: "Ich möchte aussagen, der Familie des Opfers wegen."
Ihrzufolge soll der 25-Jährige sein Opfer, dass er mit zu sich nach Hause nahm, umgebracht haben, weil die Frau sich über seine rechtsradikalen Ansichten lustig gemacht hatte. Bisher hieß es, der drogensüchtige Angeklagte sei ausgeflippt, weil sie keinen Sex mit ihm haben wollte.
Der Ex-Freundin gestand er, sich von der 44-Jährigen provoziert gefühlt zu haben, woraufhin er sie mit einer Machete tötete und zerstückelte. Er habe der Frau einen Schlag gegen den Hals versetzt und ihr die Waffe dann in den Brustkorb gerammt. Dann soll er die Zeugin gezwungen haben, ihm bei der Beseitigung der Leichenteile im Maschsee in Hannover zu helfen.
Die 37-Jährige äußerte die Vermutung, dass der Aggressionsausbruch auch damit zusammenhängen könnte, dass sie sich zuvor von dem mutmaßlichen Täter getrennt habe. Sie fürchtete auch um ihr eigenes Leben. Zweimal habe der Angeklagte sie beinahe umgebracht.
Nach dem Mord an der Prostituierten habe sie ihn gefragt ob er ein Gefühl von Reue habe - er habe "Nein" gesagt und ruhig geschlafen. Die 44-Jährige stammte aus dem nordrhein-westfälischen Ibbenbüren und war erst kurz vor der Tat nach Hause gefahren.
Die Ex-Freundin schilderte den Angeklagten auch als einen intelligenten, einfühlsamen Menschen, der sich unterschätzt gefühlt habe. Er habe Gedichte geschrieben und Videos gedreht und sich liebevoll um seinen Hund gekümmert. Zugleich habe er rechtsradikale Bücher gehabt und sich mit Begeisterung Filme über Massenmörder angeschaut.
Der entscheidende Hinweis, der zur Festnahme des mutmaßlichen Täters führte, kam nach Aussage einer Kriminalbeamtin von einer 21 Jahre alten Frau. Dieser hatte die vollkommen verzweifelte 37-Jährige in der Straßenbahn erzählt, dass sie bei der Leichenbeseitigung habe helfen und den Boden wischen müssen.
Vor Gericht sagte die 21-Jährige, die Frau habe sich damals ununterbrochen an den Händen gekratzt, weil sie sich geekelt habe, die Leichenteile angefasst zu haben. Gegen die 37-Jährige war zunächst auch ermittelt worden, das Verfahren ist aber inzwischen eingestellt worden.
09.08.2013, 19:05 Uhr | dpa
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