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Ölpest: Blogger enthüllen neue BP-Bildmanipulationen

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Pannenserie  

Blogger enthüllen neue BP-Bildmanipulationen

22.07.2010, 18:29 Uhr | Spiegel Online

Ölpest: Blogger enthüllen neue BP-Bildmanipulationen. BP hat auf seiner Website ein Bild aus einem - scheinbar fliegenden - Helikopter gezeigt, der allerdings auf einem Einsatzschiff steht.  (Foto: BP)

BP hat auf seiner Website ein Bild aus einem - scheinbar fliegenden - Helikopter gezeigt, der allerdings auf einem Einsatzschiff steht. (Foto: BP)

Die Landebahn wurde wegretuschiert, das Meer bietet ein merkwürdiges Farbenspiel - Blogger haben auf der BP-Website erneut Fotomontagen entdeckt. Der Energieriese gerät schwer in Bedrängnis: In einem Gutachten berichten Arbeiter von desaströsen Zuständen auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon".

Schlechte Nachrichten kann sich BP wegen der Katastrophe im Golf von Mexiko derzeit nicht leisten - doch der Ölriese arbeitet offenbar eifrig daran mit, sich immer wieder zu blamieren: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage sind manipulierte PR-Bilder auf der Website des Konzerns aufgetaucht, schreibt die "Washington Post". Wieder hat ein Blogger die Fälschung entdeckt und sie in dem Blog "Gawker" veröffentlicht.

Die neueste PR-Panne: Auf der BP-Internetseite ist ein Foto zu sehen, das den Innenraum eines Hubschraubers zeigt. Der Blick durch das Fenster zeigt Einsatzschiffe auf dem Meer, die bei der Beseitigung der Ölpest helfen. Das Foto vermittelt den Eindruck, dass der Helikopter gerade fliegt.

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Doch ein Blogger schaute genau hin und entdeckte in einer Ecke des Fotos den Teil eines Kontrollturms. Auch sind unterschiedliche Farbabstufungen des Meerwassers im Golf von Mexiko zu sehen. Die Erkenntnis des Bloggers: Der Hubschrauber war bei der Aufnahme gar nicht in der Luft, sondern am Boden.

BP hatte Mitte der Woche bereits Besserung versprochen

Nachdem die "Washington Post" auf die Manipulation aufmerksam geworden war, forderte sie das Originalfoto bei BP an. Auf dem ungeschönten Bild sieht man die Ecke einer Landebahn, die bei dem gefälschten Foto wegretuschiert worden war. BP-Sprecher Scott Dean räumte ein, dass sich der Hubschrauber bei der Aufnahme tatsächlich auf einem der Einsatzschiffe befand - und nicht in der Luft. Er gab außerdem zu, dass der Bild-Mitarbeiter Farbkorrekturen im Innenraum des Helikopters vorgenommen hatte.

Bereits am Dienstag hatte Americablog.com die Fälschung zweier Fotos aufgedeckt. Auf einem waren drei eigentlich schwarze Bildschirme im BP-Katastrophenzentrum aufgehübscht worden. Auf einem anderen war ein Bild des technischen Teams im Houstoner Büro zu sehen. Hinter den Männern zeigt das Bild eine Leinwand, auf die etwas projiziert wird. Im Original ist dies jedoch kaum zu erkennen.

BP-Sprecher Dean hatte am Dienstag erklärt, dass ein Fotograf des Konzerns lediglich seine Kenntnisse des Bildbearbeitungsprogramms Photoshop unter Beweis stellen wollte. Die Mitarbeiter hätten nun strikte Anweisung, Photoshop nur noch für Veränderungen wie Farbkorrekturen oder das Erstellen von Ausschnitten zu verwenden.

Drei von vier Energie-Lobbyisten arbeiteten zuvor beim Staat

Selbst wenn dies die letzte Fälschung sein sollte, die bekannt wird, reißen die Negativmeldungen über BP nicht ab. So schreibt die "New York Times" unter Berufung auf ein vertrauliches Gutachten, dass mehrere Bauarbeiter auf der inzwischen untergegangenen Bohrinsel "Deepwater Horizon" erhebliche Sicherheitsbedenken hatten - aber aus Angst vor Strafen diese nicht öffentlich machten.

Das vom Bohrinselbesitzer Transocean in Auftrag gegebene Gutachten zitiert unter anderem Arbeiter, die von einem "häufig unsicheren Verhalten auf der Bohrinsel" berichten. Die Arbeiter beanstandeten auch die Ausstattung mit Geräten. Bei der Explosion der "Deepwater Horizon", durch die die Ölpest im Golf von Mexiko ausgelöst wurde, kamen elf Arbeiter ums Leben.

Um eines muss sich die Ölindustrie indes keine Sorgen machen: In der Politik ist sie bestens verdrahtet. Wie die "Washington Post" schreibt, haben drei von vier Lobbyisten aus der Energieindustrie vorher in einer staatlichen Einrichtung gearbeitet. Hilfreiche Kontakte sind da gewiss.

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