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Hurrikan "Irene" erreicht New York

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Hurrikan "Irene" erreicht New York

28.08.2011, 14:01 Uhr | AFP, dpa, dapd

Hurrikan "Irene" erreicht New York. Die Millionen-Metropole New York wird vom schlimmsten Sturm seit mehr als 25 Jahren heimgesucht (Quelle: AP/dpa)

Die Millionen-Metropole New York wird vom schlimmsten Sturm seit mehr als 25 Jahren heimgesucht (Quelle: AP/dpa)

Der Hurrikan "Irene" hat New York erreicht. "Die Zeit für Evakuierungen ist vorbei. Bleiben Sie, wo Sie sind und versuchen Sie, sich so gut wie möglich zu schützen, warnte Bürgermeister Michael Bloomberg. "Wenn Sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind, kann dieser Sturm tödlich sein." Zehn Menschen hat der Monster-Sturm seit seinem Auftreffen auf die US-Küste bereits das Leben gekostet.

Die meisten von ihnen wurden von Bäumen, Ästen oder herumfliegenden Trümmern erschlagen. Allein fünf Menschen starben in North Carolina, drei in Virginia. In Queenstown im Bundesstaat Maryland kam eine Frau in ihrem Haus ums Leben, als ein umstürzender Baum den Schornstein durch das Dach drückte. Auch der Tod eines 55 Jahre alten Surfers in dem aufgewühlten Meer vor Florida wird "Irene" zugeschrieben.

"Draußen fliegt zu viel herum"

"Es ist dunkel und windig, es regnet und keine U-Bahn und kein Bus fährt", schilderte Bürgermeister Bloomberg die Situation in New York. "Bleiben Sie drinnen, draußen fliegt zu viel herum." Er appellierte an die Einwohner auch auf Spanisch. Es war die erste Evakuierungsanordnung in der Geschichte New Yorks. Behördenvertreter befürchten, dass die Fenster von Wolkenkratzern bersten könnten.

Auf der Insel Long Island waren 400.000 Menschen von Evakuierungen betroffen, im Bundesstaat New Jersey mehr als eine Million. In der Stadt New York selbst waren es 370.000 Menschen - es gab aber in den 91 Notunterkünften nur Platz für ein Fünftel davon. Einige sind in Hotels, viele auch bei Freunden untergeschlüpft.

"Irene" bewegt sich am Sonntag nach Angaben des Hurrikanzentrums in Miami mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Stundenkilometern in nord-nordöstlicher Richtung. Die Winde im Zentrum des Sturms der Kategorie 1 erreichten Werte von rund 120 Stundenkilometern. Das Auge des Sturms zog inzwischen über die etwa 160 Kilometer von New York entfernte Küste von New Jersey hinweg.

Nachrichten 
Hurrikan "Irene" fordert erste Todesopfer

Der Wirbelsturm hat inzwischen New York erreicht. Video

Kompletter Nahverkehr stillgelegt

Der gesamte New Yorker Nahverkehr wurde stillgelegt. Das Verkehrsunternehmen Metropolitan Transportation Authority erklärte, alles sei gesichert und die Angestellten seien nach Hause geschickt worden. Schon seit Samstagmittag (Ortszeit) fuhren keine U-Bahnen, Busse und Pendlerzüge mehr.

Das Transportsystem werde frühestens am Montag wieder in Betrieb genommen, nachdem das Wasser aus den überfluteten Stationen gepumpt worden sei, hieß es. Selbst bei gewöhnlichen Stürmen stehen die U-Bahnhöfe unter Wasser und müssen ausgepumpt werden. Auch tausende Flüge wurden gestrichen. Schätzungen zufolge könnten Millionen Passagiere betroffen sein, die auf die Airports an der Ostküste für Anschlussflüge angewiesen sind."

"Irene" war in North Carolina mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 151 Kilometern pro Stunde auf das Festland der USA getroffen und zieht in nördlicher Richtung die Ostküste hoch. Die Infrastruktur wurde bereits schwer getroffen. Allein im Bundesstaat Virginia seien mehr als 610.000 Haushalte und Geschäfte ohne Elektrizität, sagte Gouverneur Bob McDonnell CNN. Das seien weit mehr als eine Million Menschen. "Und wir erwarten, dass es noch sehr viel mehr werden", sagte er.

Schwerster Sturm seit 1985

Die Ostküste wird nur selten von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht werden. Zuletzt hatte "Gloria" im Jahr 1985 schwere Verwüstungen angerichtet. Damals war der Sturm aber bei Ebbe gekommen, "Irene" wird nun bei Flut Wassermassen gegen die Küste drücken. Deshalb wird mit schweren Überschwemmungen gerechnet. Während es im Auge des Sturms wolkenlos und sonnig sein könne, werde es an den Rändern des riesigen Gebietes starke Windböen geben und mit Sicherheit zu Überflutungen in New York kommen, sagte Andreas Neuen von der Unwetterzentrale zu t-online.de

In der Millionenmetropole New York nehmen viele Einwohner die Situation dennoch gelassen. Einige verabredeten sich zu Hurrikan- oder Whirlpool-Partys. "Wir haben schon Wein und Bier, jetzt holen wir den Wodka", sagte ein Videokünstler, der mit seiner Freundin in einem Spirituosenladen nahe des Central Parks einkaufte.

t-online.de/tv 
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