01.07.2013, 17:04 Uhr | dpa, AFP, AP/dpa
Mindestens 19 Feuerwehrleute sind am Sonntag im Kampf gegen Buschbrände im US-Bundesstaat Arizona gestorben. "Die gesamte Hotshot-Mannschaft ist in dem Feuer umgekommen", sagte der Chef der Feuerwehr von Prescott. Die Spezialeinheit wurde von den Flammen eingeschlossen.
"Offensichtlich war ihre Sicherheitszone nicht groß genug und das Feuer überholte sie einfach", sagte ein Forstverwaltungsbeamter.
US-Präsident Barack Obama sprach von einer "furchtbaren Tragödie" und würdigte die Getöteten als "hochqualifizierte Profis, die wie so viele Menschen jeden Tag in unserem Land sich selbstlos gegen das Unglück stemmen, um Leben und Besitz ihrer Mitmenschen zu schützen". Die US-Regierung leiste bereits Unterstützung und stehe in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort.
Hotshot-Mannschaften sind Elite-Feuerwehrleute, die mit Spezialausrüstung bei einem schweren Brand in der Natur versuchen, Schutzwälle gegen die Flammen zu errichten. Werden sie vom Feuer eingeschlossen, können sie sich ein Loch graben und mit einer Art Schutzzelt unter dem Brand überleben. Unter bestimmten Bedingungen liege die Überlebenschance jedoch nur bei etwa 50 Prozent, sagte der Feuerwehrchef.
Das offenbar von einem Blitzschlag ausgelöste und vom Wind angefachte Feuer loderte auf einer Fläche von 800 Hektar und bewegte sich sehr schnell, sagte Feuerwehrsprecher Mike Reichling. Nach Angaben der Behörden wurden alle Anwohner von Yarnell Hill und Peeples Valley in Sicherheit gebracht.
Rund 250 Häuser und damit die Hälfte der Ortschaft Yarnell Hill waren nicht mehr zu retten.
Nach Angaben des Nationalen Feuerschutzverbands handelte es sich um das schwerste Unglück dieser Art in den Vereinigten Staaten seit 80 Jahren. Im Jahr 1933 waren bei einem Brand in Los Angeles 33 Feuerwehrleute getötet worden. Bei den Terroranschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Center in New York kamen am 11. September 2001 340 Feuerwehrleute ums Leben.
Derzeit plagt eine außergewöhnliche Hitzewelle den Westen der USA. Wetterdienste hatten bereits am Sonntag von Rekordwerten in Arizona und Kalifornien berichtet. In Las Vegas wurden 46 Grad Celsius gemessen.
Bei den Rettungsdiensten gingen viele Notrufe ein. Der Flugverkehr in Phoenix war beeinträchtigt. Meteorologen zufolge dürfte es erst von Mittwoch an kühler werden.
01.07.2013, 17:04 Uhr | dpa, AFP, AP/dpa
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