04.07.2013, 07:16 Uhr | je, AP/dpa
Der Elitetrupp "Granite Mountain Hotshots" auf dem Weg nach Yarnell Hill, wo die Männer der Feuerhölle nicht entkamen (Quelle: AP/dpa)
Es ist das letzte Foto vor dem Feuertod: US-Feuerwehrmann Andrew Ashcraft knipste und schickte das Bild per Handy seiner Frau Juliann - kurze Zeit später waren er und 18 weitere Elite-Firefighters tot.
Das Drama vom Sonntag schockte die ganze Welt: Insgesamt 20 Männer der Elitetruppe "Granite Mountain Hotshots", körperlich super-fit und besonders gut ausgebildet, waren ausgesandt worden, die schlimmen Buschbrände in Arizona zu stoppen. Nur einer von ihnen kehrte lebend zurück, die anderen wurden vom Feuersturm von Yarnell Hill trotz ihrer Erfahrung offenbar überrascht.
Darunter war auch der 29-jährige Andrew Ashcraft. Den ganzen Tag hatte er sich mit seiner Frau Nachrichten per Handy hin- und hergeschickt. Sie schickte ihm Billder von den gemeinsamen Kindern beim Plantschen. Die kleine Tochter ließ ihrem Papa ausrichten, dass sie gerne mit ihm ein aufziehendes Unwetter beobachten würde. Er schrieb zurück: "Wir könnten hier auch sehr gut Regen gebrauchen."
Später, nachdem Andrew das Foto auf dem Weg in die Feuerhölle geschickt hatte, fragte Juliann per SMS: "Schläfst Du heute Nacht da draußen?" Aber sie erhielt keine Antwort mehr. Die sechs Meter hohe Feuerwalze hatte ihn und seine Kameraden überrascht.
Experten suchen noch immer nach der genauen Ursache, warum der Elite-Löschtrupp den Flammen zum Opfer gefallen ist - obwohl die Männer besonders hitzebeständige Feuerschutzanzüge trugen und kurz vor ihrer Einkesselung ihre Schutzplanen ausgebreitet hatten. Die heiße Luft, das von trockenem Gras und Unterholz gespeiste Feuer und drehende Winde hatten wohl die Lage verschärft.
Hunderte Menschen hatten am Montagabend an einer emotionalen Trauerfeier teilgenommen und der 19 Opfer gedacht - darunter auch Andrews Frau Juliann, die wie die anderen Angehörigen ihr Unglück nicht fassen konnten. US-Präsident Barack Obama hatte den Hinterbliebenen von seiner Afrika-Reise aus sein Beileid ausgesprochen.
Im Internet häufen sich auf Twitter und Facebook die Beileidsbekundungen für die Angehörigen. "Diese tapferen Feuerwehrleute sind das Fundament unserer Gemeinden", schrieb eine Nutzerin auf einer Facebook-Gedenkseite für die Getöteten.
04.07.2013, 07:16 Uhr | je, AP/dpa
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