22.07.2013, 14:21 Uhr | AP/dpa, dpa
Bei einem heftigen Erdbeben in der westchinesischen Provinz Gansu sind am Morgen mindestens 75 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 400 wurden verletzt, wie die Provinzverwaltung mitteilte.
Das Beben erschütterte um 7.45 Uhr (Ortszeit) die Gemeinden Minxian und Zhangxian, die etwa 1200 Kilometer westlich der Hauptstadt Peking liegen. Zu den Todesfällen kam es vor allem im Bezirk Min nahe Dingxi sowie in anderen südlichen Teilen der Region um die Stadt. Der Bürgermeister von Dingxi, Tang Xiaoming, sagte dem staatlichen Fernsehsender CCTV, in den Bezirken Min und Zhang seien die Schäden am schlimmsten.
Die Messungen der verschiedenen Erdbebendienste gingen zunächst auseinander. Das chinesische Kontrollzentrum gab die Stärke des erstens Bebens mit 6,6 an, die US-Erdbebenwarte USGS mit 5,9. Es folgten mehrere Nachbeben, das schwerste von ihnen nach chinesischen Angaben mit einer Stärke von 5,6. Das seismologische Amt der Provinz Gansu registrierte 371 Nachbeben allein in den ersten vier Stunden.
Reporter von Xinhua berichteten aus der besonders betroffenen Gemeinde Minxian von zerstörten Gebäuden. Risse ziehen sich demnach durch viele weitere Häuser.
Rettungsmannschaften wurden in die betroffenen Gebiete entsandt. Sie kämen aber wegen Erdrutschen und Steinschlags nur langsam voran, berichtete der Leiter eines 120-köpfigen Teams der bewaffneten Volkspolizei, Su Wei.
Bislang sind laut Behörden 1200 Häuser eingestürzt, 21.000 wurden schwer beschädigt. In einigen Gemeinden fiel der Strom aus, Züge konnten nicht fahren. Die örtlichen Behörden mobilisierten Hunderte Soldaten, Polizisten und andere Hilfskräfte, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen.
Hunderte Zelte wurden für die Obdachlosen in die Region geschickt. Tausende Menschen wurden bislang in Sicherheit gebracht. Nach Angaben der China Earthquake Administration wird die Region um das Epizentrum immer wieder von Erdbeben heimgesucht.
Das aktuelle Beben ereignete sich in einer relativ geringen Tiefe, wodurch die Zerstörungskraft wächst. Die chinesische Erdbebenwarte legte die Tiefe mit 20 Kilometern fest, während die für Beben zuständige Behörde in der Provinz Gansu berichtete, es habe sich in einer Tiefe von nur sechs Kilometern unter der Erdoberfläche ereignet. Laut USGS waren es zehn Kilometer. Erste Messungen bei Erdbeben können angesichts unterschiedlicher Messinstrumente oft variieren.
Im April hatte die Erde in der zentralchinesischen Provinz Sichuan gebebt. Bei dem Beben der Stärke 7,0 kamen etwa 200 Menschen ums Leben. Das schwerste chinesische Erdbeben der jüngeren Zeit hatte sich mit einer Stärke von 7,9 im Jahr 2008 ereignet. Etwa 90.000 Menschen kamen dabei um oder werden seitdem vermisst.
22.07.2013, 14:21 Uhr | AP/dpa, dpa
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