26.07.2013, 13:41 Uhr | rtr, dpa, AFP, AP/dpa
Im April 2010 explodierte die Plattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko - es war eine der größten Ölkatastrophen aller Zeiten (Quelle: Reuters)
Das US-Unternehmen Halliburton Energy Services hat gestanden, nach der Katastrophe auf der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Jahr 2010 Beweise vernichtet zu haben. Das teilte das US-Justizministerium mit.
Das Unternehmen, das bei den Bohrarbeiten auf der Plattform beteiligt war, habe zugesagt, bei einem geplanten Verfahren auf schuldig zu plädieren, teilte das Ministerium mit.
Halliburton habe bereits freiwillig 55 Millionen Dollar (41 Millionen Euro) an die Nationalen Fisch- und Wildtier-Fonds in den USA gezahlt und wolle weiter mit den Ermittlern der US-Regierung zusammenarbeiten. Zudem wurde eine Strafe von 200.000 Dollar (151.000 Euro) für die Vernichtung von Beweismitteln verhängt.
Das Unternehmen war Zulieferer des Öl-Riesen BP, dem die Plattform gehörte. Bei der Bohrung war es unter anderem mit der Mischung des Zements zum Verschließen des Bohrlochs beteiligt, aus dem das Öl ausgeströmt war. Halliburton soll dabei ein minderwertiges Bindemittel für den Zement auf der Plattform verwendet haben und somit eine Mitschuld an der Katastrophe tragen.
Nach der Katastrophe hatte Halliburton auf eigenes Betreiben eine Untersuchung der Konstruktion der explodierten Ölplattform eingeleitet. So sollten zwei Computersimulationen die Frage klären, ob die Zahl der am Bohrloch angebrachten Metallkragen eine Rolle bei der Katastrophe gespielt haben könnte. Halliburton hatte die Nutzung von 21 Blechkragen vorgeschlagen, BP entschied sich jedoch für sechs.
Die Simulationen deuteten schließlich daraufhin, dass die Zahl der Bindemittel unerheblich gewesen sei. Doch der zuständige Halliburton-Manager sei "angewiesen worden, die Ergebnisse zu vernichten", erklärten Behördenvertreter. Bei einem weiteren Vorfall im Juni 2010 wurden laut dem Justizministerium ähnliche Beweise zerstört.
Im Dezember 2011 zog BP gegen Halliburton im Streit um das Verschwinden der Testergebnisse vor ein Gericht. Dass Halliburton behaupte, dass die Beweise "weg" und nicht mehr auffindbar seien, sei "zumindest höchst verdächtig", erklärten BP-Anwälte.
Im April 2010 war die Plattform im Golf von Mexiko vor der US-Küste explodiert. Es kamen elf Arbeiter ums Leben. Über Monate liegen große Mengen Öl ins Meer. Weite Teile der US-Golfküste wurden verseucht. Es gab massive Umweltschäden.
BP stellte Milliarden Dollar für Reinigungsarbeiten zur Verfügung. Trotzdem verklagten die US-Regierung und die Regierungen einiger betroffener Staaten den Konzern. Es wurde eine Milliardenstrafe verhängt.
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