Schwere Flut in Fernost
43 Tote in China, Hunderttausende Menschen sind bedroht18.08.2013, 16:02 Uhr | dpa, AFP, AP/dpa, rtr
Bei den schwersten Überflutungen seit vielen Jahren sind im Nordosten von China mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Im Osten des benachbarten Russland sind Hunderttausende Menschen vom schwersten Hochwasser seit 120 Jahren bedroht.
Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bezeichnete das Hochwasser als das schlimmste seit Jahrzehnten. Mehr als 140.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Industriebetriebe stellten die Arbeit ein, Bahn- und Autostrecken wurden unterbrochen, vielerorts fiel auch der Strom aus.
In den vergangenen Tagen konnten Rettungskräfte in den Provinzen Jilin, Heilongjiang und Liaoning viele Menschen nur noch tot bergen, berichtete die Agentur Xinhua. Die Wassermassen zerstörten demnach bisher mehr als 2500 Gebäude und beschädigten mindestens 12.500 Häuser. Der Schaden wird mit 7,1 Milliarden Yuan (870 Millionen Euro) beziffert.
Die Lage in den überfluteten Gebieten im Fernen Osten Russlands spitzt sich derweil den Rettungskräften zufolge immer weiter zu. In der Stadt Chabarowsk nahe der Grenze zu China führe der Amur-Fluss mit 6,42 Meter ein Hochwasser wie zuletzt im Jahr 1897, sagte Jewgeni Kusmin vom Zivilschutz der Agentur Interfax.
Mindestens 17.000 Menschen mussten bereits in Notunterkünfte gebracht werden, darunter mehr als 5000 Kinder. Zehntausende Helfer kämpfen mit schwerer Technik gegen die Fluten. Nach schweren Regenfällen, die teils schon seit mehreren Wochen andauern, sind 5300 Häuser in 120 Orten überschwemmt.
Ein Grund für den höheren Pegelstand sei, dass Wasser aus zwei vollgelaufenen Staudämmen abgelassen worden war. Wenn sich die Lage in der Region rund 6000 Kilometer östlich von Moskau weiter verschlechtere, müssten bis zu 100.000 Menschen in Notunterkünfte gebracht werden. Transporthubschrauber bargen Dutzende Bewohner, die sich vor den Fluten auf Dächer gerettet hatten.
In einer Videokonferenz mit örtlichen Regierungsvertretern sprach Präsident Wladimir Putin nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen von "schweren Schäden". Weite Gebiete stünden unter Wasser, vielerorts seien Strom- und Telefonnetze zerstört.
Die Lage sei "schwierig, aber unter Kontrolle", sagte Putin und betonte: "Der Schaden ist groß, aber Stromleitungen und Brücken kann man wieder aufbauen. Schützen Sie zuerst die Menschen, nicht das Material." Eine riesige Transportmaschine vom Typ Iljuschin Il-76 brachte Planierraupen zum Dammbau sowie Boote und Nahrung in die Region.
Der Präsident ordnete zudem eine Erhöhung der Soforthilfe von 100 Millionen Rubel (etwa 2,5 Millionen Euro) an. Der Schaden wird von den Behörden bereits auf Dutzende Millionen Euro geschätzt. Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa kündigte Impfungen gegen Leberentzündungen und Typhus an.
Zur Prävention werde auch mehr Chlor ins Trinkwasser gegeben. Zugleich verstärkte die Polizei ihre Streifen in den evakuierten Gebieten, um Plünderer abzuschrecken.
18.08.2013, 16:02 Uhr | dpa, AFP, AP/dpa, rtr
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