Die Amur-Flut
Erneut Abertausende evakuiert, und das Wasser steigt23.08.2013, 12:29 Uhr | AFP, dpa, t-online.de
Die russische Amur-Region muss mit einem Hochwasser historischen Ausmaßes klarkommen, das auch Staudämme überlastet (Quelle: ITAR-TASS/imago)
Russland muss im fernen Osten weiter gegen seine Jahrhundertflut ankämpfen und dem Strom Amur erneut nachgeben. Weil das Wasser weiter steigt, haben die Behörden knapp 24.000 Menschen in Sicherheit gebracht, "darunter 7600 Kinder", zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti einen Sprecher des Katastrophenschutzministeriums.
Das Hochwasser des Amur, der die Grenze zu China markiert, hat bereits 134 Ortschaften überflutet und steigt weiter. Am Freitag stand der Pegel bei 7,18 Metern. Juri Warakin, ein Mitarbeiter des staatlichen Wetterdienstes, geht davon aus, dass dies noch nicht die Höchstmarke sein wird.
Seit Ende Juli regnet es nahezu unaufhörlich, und noch immer ist kein Ende in Sicht. Bis zum 28. August werde der Amur Warakin zufolge auf 7,80 Meter steigen. Der Wetterdienst hält sogar einen Anstieg auf 8,30 Meter bis Anfang September für möglich. Dann wird es richtig gefährlich: "Wenn die Behörden Schutzwände von acht Metern Höhe errichten, besteht das Risiko, dass sie nicht ausreichen", so Warakin. Nachdem zwei Staudämme vollgelaufen waren, musste das Wasser abgelassen werden, was die Situation verschärfte. Ein Staudammbruch wäre allerdings eine unkontrollierbare Katastrophe.
Neben dem Amur sind weitere Flüsse über die Ufer getreten. Von den Überschwemmungen ist auch die Großstadt Chabarowsk mit rund 600.000 Einwohnern betroffen. Dort wurde bereits vor Tagen mit 6,42 Metern ein Hochwasser wie zuletzt im Jahr 1897 festgestellt. Tausende mussten schon in Sicherheit gebracht werden. Zehntausende Helfer kämpfen mit schwerer Technik gegen die Fluten.
Die Wassermassen sind auch ein großes Übel für die Landwirtschaft: 575.000 Hektar Agrarfläche seien bislang bereits zerstört worden, erklärte ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums der Nachrichtenagentur Interfax. Der wirtschaftliche Gesamtschaden belaufe sich inzwischen auf umgerechnet 180 Millionen Euro.
In China sind inzwischen rund 600 Menschen Überschwemmungen und Erdrutschen zum Opfer gefallen, mehr als 300 wurden zuletzt noch vermisst. Taifun "Trami" brachte weiterhin viel Regen in die ostchinesischen Küstenprovinzen Zhejiang und Fujian. Mehr als 350.000 Menschen seien dort evakuiert worden, teilte das Verwaltungsministerium mit.
Die Schäden durch Überschwemmungen im Nordosten, Osten und Süden des riesigen Landes, das im Juli noch unter dramatischer Hitze und einer Dürre litt, summieren sich auf umgerechnet etwa 2,8 Milliarden Euro. Mehr als 100.000 Häuser wurden zerstört.
23.08.2013, 12:29 Uhr | AFP, dpa, t-online.de
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