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Colorado: Tausende flüchten vor Flutkatastrophe

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Notstand in Colorado

Tausende flüchten vor Flutkatastrophe

14.09.2013, 11:45 Uhr | dpa

Heftige Regenfälle haben im US-Staat Colorado flutartige Überschwemmungen verursacht (Quelle: AP/dpa)

Heftige Regenfälle haben im US-Staat Colorado flutartige Überschwemmungen verursacht (Quelle: AP/dpa)

Nach einem Rekordregen haben flutartige Überschwemmungen im US-Staat Colorado mindestens zwei Menschen das Leben gekostet und Hunderte aus ihren Häusern getrieben. Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse, Autos und auch Häuser wurden von den Wassermassen mitgerissen.

In der Bergregion Front Range wurden ganze Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 4000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. 

Auch Großstädte gefährdet

US-Präsident Barack Obama rief für die Region den Notstand aus und sagte den Flutopfern Katastrophenhilfe zu. Das Wasser breitete sich von den Bergen in Richtung einiger Großstädte aus, darunter Colorado Springs, Denver, Fort Collins und Aurora.

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Besonders stark war die Gemeinde Boulder betroffen. Dort wurden mehrere Dämme überflutet, die Wassermassen unterspülten ganze Straßen. Die rund 2000 Einwohner zählende Gemeinde Lyons musste vollständig evakuiert werden.

Mit Schlauchbooten und Einsatzfahrzeugen versuchten Retter, gestrandete Menschen in Sicherheit zu bringen. Hubschrauber konnten wegen schlechter Witterungsbedingungen lange Zeit nicht starten.

Nationalgarde im Einsatz

Rund 100 Helfer der US-Nationalgarde waren mit 21 Fahrzeugen im Einsatz, sagte ein Mitglied der Garde bei CNN. Von 17 Menschen warteten die Retter noch auf Rückmeldungen. Diese galten deshalb aber noch nicht als vermisst, sagte ein Sprecher laut einem Bericht der Zeitung "USA Today".

So starken Regen, der so lange andauere, hätten sie noch nie erlebt, sagten Einwohner, die in höher gelegene Gegenden flüchteten und in Notunterkünften übernachten mussten.

"Kein Weg in die Stadt, kein Weg aus der Stadt"

"Es gibt keinen Weg in die Stadt, keinen Weg aus der Stadt, im Prinzip sitzen wir auf einer Insel", sagte ein 37-Jähriger aus dem Ort Lyons dem Sender Fox News. Etliche Straßen wurden gesperrt.

Tausende Menschen mussten wegen des Hochwassers ihre Häuser verlassen.

Die dunkelbraunen Wassermassen seien fast wie "flüssiger Zement", sagte Colorados Gouverneur John Hickenlooper laut einem CNN-Bericht. Die Menschen sollten "außerordentlich vorsichtig" sein und den überschwemmten Straßen nach Möglichkeit fern bleiben. 

Es sei möglich, dass nach Abklingen der Regenfälle weitere Opfer gefunden würden, sagte der Gemeindesheriff Joe Pelle dem Sender NBC News. Er rief die Menschen dringend dazu auf, nicht auf die Straßen zu gehen, sondern in geschützten Räumen zu bleiben.

14.09.2013, 11:45 Uhr | dpa

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