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Gefängnisausbruch von Aachen: Michalski braucht dringend Medikamente

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Gefängnisausbrecher von Aachen  

Michalski braucht dringend Medikamente

01.12.2009, 10:26 Uhr | dpa, AFP

Der Gefängnisausbrecher Peter Paul Michalski ist gefasst (Fotos: dpa)Der Gefängnisausbrecher Peter Paul Michalski ist gefasst (Fotos: dpa) Der entflohene Schwerverbrecher Peter Paul Michalski gerät zunehmend unter Druck. Jetzt wurde bekannt, dass der 46-jährige Ausbrecher an einer chronischen Erkrankung leidet und daher dringend auf zwei bestimmte Medikamente angewiesen ist. Die Polizei geht davon aus, dass Michalski in den nächsten Stunden eine Apotheke aufsuchen muss. Alle entsprechenden Geschäfte wurden daher dringend vor dem Gewalttäter gewarnt.

Die Fahndung lief auch in der Nacht zu Dienstag auf Hochtouren. Ein Sprecher der Polizei in Köln sagte am frühen Morgen, Zeugenhinweise vom späten Montagabend auf einen Aufenthalt Michalskis in Gütersloh hätten sich als "negativ" herausgestellt. Demnach gaben zwei voneinander unabhängige Zeugen den Ermittlern Hinweise, wonach der Flüchtige sich mit einer Waffe im Gütersloher Stadtteil Niehorst aufhalte. Die Polizei habe dies überprüft, den entsprechenden Bereich umstellt und auch einen Hubschrauber eingesetzt, die Hinweise hätten sich aber nicht bestätigt.


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Großangelegte Fahndungsaktion

Bis Dienstagmorgen fehlte den Ermittlern noch jede Spur von dem als hochgefährlich geltenden Schwerverbrecher. Die Polizei hat fast 1500 Beamte im Einsatz, die Ermittlungen konzentrieren sich inzwischen wieder auf Bielefeld und Umgebung, der Heimat Michalskis. Die Polizei geht nach Angaben eines Sprechers davon aus, dass der Verbrecher dort noch soziale Kontakte hat. Eine groß angelegte Fahndungsaktion mit Hubschrauber, mehreren Polizei-Hundertschaften und Spürhunden blieb aber erfolglos.

Stress macht Michalski unberechenbar

Michalski war am Donnerstag mit dem am Sonntag gefassten Geiselgangster Michael Heckhoff (50) aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Aachen ausgebrochen. "Mit der Festnahme von Heckhoff haben wir eine neue Situation. Michalski ist jetzt allein unterwegs, und wir hoffen, dass er aufgibt", sagte ein Kölner Polizeisprecher. Allerdings wachse auch der Druck und das könne Michalski noch unberechenbarer machen, warnte der Euskirchener Psychologe Uwe Wetter. Es sei auch denkbar, dass der zunehmende Stress den 46-Jährigen dazu treibe, andere zu verletzen oder zu töten, sagte Wetter.

Polizei warnt vor Heldentaten

Passanten sollten sich dem skrupellosen Verbrecher auf keinen Fall nähern, warnte die Polizei: "Wir wissen nicht, ob er gestresst ist, ob er psychisch stabil ist, wir wissen aber, dass er ein äußerst gefährlicher Gewalttäter ist." Der mittelgroße, hagere Mann mit Halbglatze und ungepflegtem "Zehntagebart" trage Jeans, Trekkingschuhe und eine dicke graue Jacke oder ein braunes Jackett.

Schlüssel nachgemacht

Der 50-jährige Mittäter Heckhoff schilderte der "Bild"-Zeitung unterdessen die Umstände seines spektakulären Ausbruchs. "Die Waffe haben wir im Knast von einem Mitarbeiter gekauft", sagte der Schwerverbrecher. "Ich hab von einem Wärter den Schlüssel bekommen und auf den Kopierer gelegt." Nach dem Muster habe sein Komplize schließlich in der Schlosserei einen Schlüssel gemacht. "Den haben wir dann in einem günstigen Augenblick genutzt." Über sein Motiv für den Ausbruch sagte er: "Die Direktorin hat mich voll schlecht behandelt und mir einfach den Ausgang gestrichen."

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