20.11.2012, 13:17 Uhr | dapd, agr, dpa, je
Das Bundeskriminalamt braucht Sie. Auf der Suche nach einem der mysteriösesten Verbrecher Deutschlands: der Unbekannte, der seit Jahren auf Autotransporter schießt. Wer und warum, weiß keiner; die Polizei tappt völlig im Dunkeln.
"Die Ergebnisse der bisherigen Ermittlungen sind sehr dünn", gestand BKA-Präsident Jörg Ziercke auf einer Pressekonferenz. Seit Juni dieses Jahres nutze der Täter ein anderes Kaliber, was die Gefahr noch erhöhe.
Deshalb geht das BKA, das die Ermittlungen jüngst an sich gezogen hat, jetzt in die Offensive. Denn die Zeit drängt: Seit 2008 hat der Unbekannte - wenn es denn nur eine Person ist - schon mehr als 700 Mal auf verschiedensten Autobahnen auf Lastwagen geschossen, die Pkw transportierten.
Während bis Mitte 2012 Schüsse des Kalibers 22 abgefeuert wurden, benutzt der Autobahn-Sniper neuerdings ein wesentlich durchschlagskräftigeres Kaliber mit Nennwert 9 mm. Seitdem wurden 40 Vorfälle gemeldet, der letzte Anfang November. Das BKA gab an, dass die Schüsse auf die Autotransporter aus derselben Waffe abgegeben wurden.
Fahndungsplakat des BKA nach dem Schützen auf Autotransporter (Quelle: BKA)Ein Wunder, dass bislang nicht noch mehr passiert ist: In fast allen Fällen wurden lediglich die transportierten Neuwagen beschädigt - was in der Summe inzwischen allerdings auch schon einen erheblichen Sachschaden verursacht hat. Dass das Ganze aber höchst gefährlich ist, zeigt ein Vorfall Ende 2009: Bei Würzburg traf der Schütze eine Frau in den Hals, die deshalb verunglückte und sich verletzte.
Auch in Rheinland-Pfalz kam es auf der A 61 bei Grafschaft zu einem gefährlichen Zwischenfall ohne Verletzte. Hier durchschlug das abgefeuerte Projektil zuerst eine Lärmschutzwand und dann die doppelverglaste Fensterscheibe eines Wohnhauses.
Im BKA wurde deshalb im Oktober eine eigene Ermittlungseinheit eingerichtet, die "Besondere Aufbauorganisation Transporter" heißt. Die zentrale Behörde will damit die Ermittlungen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zusammenführen.
Das einzige, was man bisher zu wissen glaubt: Der Täter ist vermutlich ein Lastwagenfahrer. "Wir gehen von einem mobilen Täter aus, der aus dem Führerhaus in den Gegenverkehr schießt", erklärte BKA-Präsident Ziercke. Tatorte sind die Autobahnen von Bayern bis nach Nordrhein-Westfalen und sogar Belgien.
Betroffen waren bisher vor allem die A 61 zwischen Kerpen und Walldorf, die A 6 zwischen Walldorf und Nürnberg, die A 5 zwischen Karlsruhe und Kirchheim, die A 4 zwischen Aachen und Köln und die A 3 zwischen Köln und Nürnberg.
Seit 2011 wird mit Plakaten an allen Autobahnraststätten gefahndet, eine Belohnung von 100.000 Euro wurde ausgesetzt. Wer Hinweise dazu hat, sollte sich an das BKA wenden. Telefonnummer: 0611-5516161. E-Mail-Adresse: info@bka.bund.de.
Quelle: dapd, agr, dpa, je
zur Homepage
Die neuen Kollektionen von Top-
marken: Schuhe, Mode u.v.m. bei zalando.de - Versand gratis. mehr
Zuverlässige Bauknecht-Waschma-
schine für nur 399,- € : 6 kg Lade-
volumen & EEK: A+++. bei OTTO
Ein gutes Arbeitsklima verlangt vollen Einsatz. zum Video
Jetzt im Sale zugreifen! Kauf auf Rechnung & bereits ab 24,- € Gratisversand. bei CECIL.de