22.11.2012, 17:38 Uhr | dapd, dpa, AFP
In der Jägerkaserne wurde im August eine Soldatin vergewaltigt (Quelle: dapd)
Rund drei Monate nach der Vergewaltigung einer Soldatin in einer Bundeswehrkaserne in Bückeburg soll der Täter durch einen Massen-DNA-Test unter dort stationierten Soldaten gefunden worden.
Wie die Staatsanwaltschaft der niedersächsischen Stadt mitteilte, werden etwa 500 Soldaten des Stammpersonals demnächst aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Wann der Test startet, steht noch nicht fest.
Zuvor hatten die Ermittler nach eigenen Angaben bereits einen DNA-Test im Freundeskreis der Soldatin veranlasst, ohne dabei auf den mutmaßlichen Täter zu stoßen. Sie gehen davon aus, dass die Frau nicht zufällig, sondern gezielt als Opfer ausgesucht wurde. Deshalb konzentrieren sich die Ermittlungen auf Bekannte und Kameraden. Beamte hatten bei der Spurensuche Genmaterial des Täters gesichert.
Der DNA-Test ist freiwillig, kein Soldat kann zur Teilnahme gezwungen werden.
Die Soldatin war am 12. August dieses Jahres in dem gesicherten Bundeswehrgebäude von einem Unbekannten vergewaltigt und anschließend gefesselt und geknebelt in einen Spind gesperrt worden.
Frauen haben seit elf Jahren Zugang zu allen Truppengattungen bei der Bundeswehr. Im Schnitt kommt beim Bund auf zehn Männer eine Frau. In der "Jägerkaserne", die seit 1959 in Bückeburg ansässig ist, sind nach Bundeswehrangaben etwa 500 bis 600 Soldaten stationiert, darunter nur fünf bis sechs Frauen.
Quelle: dapd, dpa, AFP
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