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Menschenhandel: Polizei befreit 89 Kinder

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Menschenhandel: Polizei befreit 89 Kinder

25.12.2012, 13:27 Uhr | dapd

. Aufgrund der Ein-Kind-Politik werden in China oft männliche Babys oder Jungen entführt und weiterverkauft.  (Quelle: Reuters)

Aufgrund der Ein-Kind-Politik werden in China oft männliche Babys oder Jungen entführt und weiterverkauft. (Quelle: Reuters)

 

Chinesische Sicherheitskräfte haben neun Menschenhändlerringe zerschlagen. Bei dem Großeinsatz der Polizei in den südlichen Provinzen Fujian und Yunnan seien 89 Kinder befreit und 355 Verdächtige festgenommen worden, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit mit. Die Kinder seien in Pflegeheime gebracht worden. Die Polizei suche derzeit nach den Eltern.

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Die Verdächtigen hätten Kinder aus mehreren Provinzen des Landes entführt und zu lukrativen Preisen verkauft, erklärte das Ministerium. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, in einem Fall sei ein einen Monat alter Junge aus Yunnan für umgerechnet rund 7500 Euro an eine Familie in Fujian verkauft worden.

10.000 Euro für ein männliches Baby

Vor allem Jungen werden in China häufig entführt und mit hohen Gewinnmargen an Paare verkauft, die keine Kinder bekommen können. Menschenhändler können laut Xinhua mit einem männlichen Baby bis zu 90.000 Yuan (etwa 10.800 Euro) erzielen.

Auf Menschenhandel stehen in China hohe Strafen bis hin zur Todesstrafe. Dennoch gehen viele das Risiko ein. Die weitverbreitete Präferenz eines männlichen Erben und Chinas Ein-Kind-Politik bewirken indes, dass die Nachfrage groß ist.

Überdies ist der Kauf von Kindern in China nicht strafbar. Rechtsexperten dringen auf eine Gesetzesänderung, die den Kauf von entführten Kindern unter Strafe stellen würde. Allein 2011 rettete die chinesische Polizei mehr als 8600 entführte Kinder.

 
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