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Täter wollten vergewaltigte Inderin offenbar überfahren

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Täter wollten vergewaltigte Inderin offenbar überfahren

02.01.2013, 20:23 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

In ganz Indien trauern Menschen um die brutal ermordete 23-Jährige Studentin. (Quelle: dpa)

In ganz Indien trauern Menschen um die brutal ermordete Studentin. (Quelle: dpa)

Nach der brutalen Vergewaltigung einer 23-jährigen Inderin mit Todesfolge kommen immer mehr erschreckende Details ans Tageslicht. Zeitungsberichten zufolge haben die Täter noch versucht, die Opfer mit dem Bus zu überfahren, als die beiden nackt auf der Straße lagen. Ihnen droht die Todesstrafe.

Die Polizei hatte nach dem Tod der Frau mitgeteilt, sie strebe die schwerstmögliche Strafe für die Täter an. In besonders schweren Mordfällen kann in Indien die Todesstrafe verhängt werden. Zuletzt war im vergangenen November der letzte überlebende Attentäter der Terrorserie von Mumbai Ende 2008 gehängt worden. Es war die erste Hinrichtung seit 2004.

Wie mehrere indische Medien unter Berufung auf einen tausendseitigen Polizeibericht berichteten, konnte der Begleiter des 23-jährigen Opfers seine Freundin gerade noch rechtzeitig wegziehen, als er sah, wie der Bus wendete, um sie offenbar zu überrollen.

Der junge Mann wurde mit seiner Freundin nach der Gruppenvergewaltigung an einer Schnellstraße aus dem Bus geworfen. Zuvor rissen die Peiniger dem Paar noch die Kleider vom Leib, berichtete "The Indian Express". Der junge Mann überlebte schwer verletzt. Die Frau kämpfte 13 Tage lang um ihr Leben - dann verlor sie den Kampf am vergangenen Samstag in einem Spezialkrankenhaus in Singapur.

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Das Paar war nach einem Kinobesuch am 16. Dezember in den Bus der sechs Männer eingestiegen, nachdem diese angekündigt hatten, das gewünschte Ziel anzufahren. Laut Polizei bezahlten die beiden für die Fahrt 20 Rupien (3 Cent). Der 33-jährige Hauptverdächtige und mutmaßliche Drahtzieher des Verbrechens ist nach übereinstimmenden Medienberichten werktags der Fahrer des Busses, der einem Fuhrunternehmer gehört, und transportiert vor allem Schulkinder.

Mit Eisenstange verprügelt

Als der Bus von der Route abwich, protestierte der Freund des Mordopfers. Dem Polizeibericht zufolge wurde er daraufhin von den Männern mit einer Eisenstange verprügelt. Laut "Times of India" fügte die Frau den Angreifern mehrere Bisswunden zu, wodurch der Hauptangeklagte immer aggressiver wurde. "Alkohol und der Widerstand des Opfers haben ihn durchdrehen lassen", zitiert das Blatt einen am Verhör des 33-Jährigen beteiligten Ermittler.

Die Bissverletzungen sowie Blut, Sperma und Haare bilden Polizei und Medien zufolge gemeinsam mit der Aussage des Freundes des Opfers nun die Hauptbeweislast gegen die mutmaßlichen Täter. Der Fahrer des Busses muss sich zudem wegen Verschwindens von Beweismitteln verantworten, da er nach der Tat die Kleider der Frau verbrannt und versucht haben soll, den Bus gründlich zu reinigen.

Die 23 Jahre alte Frau wurde während der Fahrt auf unbeschreibliche Art und Weise vergewaltigt und misshandelt. Mit der Eisenstange fügten ihre Peiniger ihr so schwere innere Verletzungen zu, dass Ärzte nach Informationen des Nachrichtendenders NDTV einen Teil des gerissenen Darms entfernen mussten. Die Zeitung "The Hindu" zitiert Polizeiquellen, wonach es für den Ermittler schon "psychologisch verheerend" gewesen sei, die Wunden des Opfers nur zu protokollieren.

Alter eines Verdächtigen muss noch geklärt werden

Die mutmaßlichen Täter müssen sich ab Donnerstag vor Gericht verantworten. Beim jüngsten Tatverdächtigen wird nach Polizeiangaben noch geprüft, ob er tatsächlich erst 17 Jahre alt ist. In diesem Fall würde gegen ihn nach Jugendstrafrecht verhandelt.

Ob die Täter überhaupt mit eigenen Verteidigern rechnen können, ist unwahrscheinlich. Ein Mitglied der Anwaltskammer des Hauptstadtbezirks Saket sagte, dass die dort zugelassenen Anwälte sich weigerten, die mutmaßlichen Täter zu verteidigen.

Keiner der 2500 bei dem Gericht registrierten Verteidiger sei dazu bereit, da es "unmoralisch" sei, diesen Fall zu übernehmen, sagte Sanjay Kumar. Ein weiterer Anwalt sprach ebenfalls von einem Boykott seitens der Kammer. Die Regierung muss in diesem Fall Pflichtverteidiger bestimmen.

Quelle: dpa, AFP, t-online.de

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