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Berlin: Mann erschießt zwei Frauen in Bäckerei

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Mann erschießt Frauen in Berliner Bäckerei mit Kopfschüssen

16.01.2013, 19:38 Uhr | dapd, AFP, dpa

Berlin: Mann erschießt zwei Frauen in Bäckerei. Frauen in Berlin erschossen (Quelle: dapd)

Der Tatort in Berlin-Neukölln: Hier wurden zwei Frauen erschossen (Quelle: dapd)

Ein Mann hat in einer Bäckerei im Berliner Stadtteil Neukölln seine Ex-Freundin und deren Schwester erschossen. Der 45-Jährige war von seiner Freundin verlassen worden und hatte ihr mit dem Tod gedroht, wenn sie nicht zurückkäme.

Die Polizei konnte den Mann kurz nach den Schüssen festnehmen.

Mindestens zehn Schüsse abgefeuert

Gegen 8.50 Uhr betrat der 45-Jährige das "Börek Haus", das erst vor wenigen Tagen in der Flughafenstraße eröffnet worden war. Über dem Eingang hing noch eine Girlande aus bunten Luftballons. Der Mann zog eine Pistole und schoss mindestens zehnmal auf die 33 und 38 Jahre alten Frauen hinter der Theke, wie Polizei und Staatsanwaltschaft feststellten. Der mutmaßliche Täter habe gezielt auf den Kopf der Frauen geschossen.

Die Ex-Freundin starb noch am Tatort, ihre Schwester wurde lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo sie notoperiert wurde. Sie starb am Nachmittag an den Schusswunden.

Mann holt Polizei zu Hilfe

Als die Schüsse abgefeuert wurden, war noch ein weiterer Mann in der Bäckerei. Er lief auf die Straße und hielt einen zufällig vorbeifahrenden Streifenwagen an. Ein Polizist und der Zeuge konnten den mutmaßlichen Schützen, der seine Waffe nicht mehr einsetzte, gemeinsam überwältigen.

Die Polizei sperrte den Tatort am Vormittag weiträumig ab. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Mitglieder der Spurensicherung in weißen Overalls untersuchten den Tatort und stellten die Pistole sicher.

Opfer hatte Schützen angezeigt

Im vergangenen Jahr hatte der Täter seine ehemalige Freundin monatelang bedrängt. Er hatte ihr gedroht, sie und sich selbst umzubringen, wenn sie nicht zu ihm zurückkehrt. Die Frau zeigte ihn an.

Im August bekam der Mann dafür eine Geldstrafe von 600 Euro wegen versuchter Nötigung. Gegen den Strafbefehl legte der Mann Widerspruch ein, wie ein Gerichtssprecher einen Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte. Für Anfang Februar war dazu eine Gerichtsverhandlung angesetzt.

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