08.05.2013, 10:13 Uhr | t-online.de, AFP
Die Erleichterung war groß, als am Montagnachmittag drei Frauen aus Cleveland nach rund zehn Jahren wieder auftauchten. Michelle Knight, Amanda Berry und Gina DeJesus waren als Teenager verschwunden und gefangen gehalten worden, bevor sie sich nun befreien konnten. Doch von einem vierten Mädchen aus der gleichen Gegend fehlt weiterhin jede Spur.
Die 14-jährige Ashley Summers war 2007 in Cleveland verschwunden. Die Orte, an denen sie und die drei Frauen zuletzt gesehen worden waren, liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Das Haus, in dem Knight, Berry und DeJesus nun gefunden wurden, liegt ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft.
In Amerika war spekuliert worden, dass die Fälle von Summers, Berry und DeJesus zusammenhängen könnten, wie die Zeitung "The Sydney Morning Herald" berichtet. Bei Knight glaubten die Behörden jahrelang, sie sei von zuhause weggelaufen. Allerdings waren die anderen Frauen bereits einige Jahre vor Summers als vermisst gemeldet worden.
Die Ermittler halten es für möglich, dass "eines der Mädchen oder auch mehrere von ihnen zur Prostitution gezwungen wurden." Drei Brüder sind inzwischen festgenommen worden. Das Haus, in dem sie die drei Frauen gefangen gehalten haben sollen, wurde durchsucht. Allerdings offenbar ohne Lebenszeichen von Ashley Summers.
Das bekannte Entführungsopfer Jaycee Dugard, die in den USA 18 Jahre lang von ihrem Kidnapper gefangen gehalten wurde und 2009 entkommen konnte, forderte derweil Rücksichtnahme auf die jetzt befreiten Frauen. Den drei Opfern müsse Zeit und Raum gegeben werden, allmählich in die Realität und in ein normales Leben zurückzufinden, sagte Dugard dem Magazin "People".
Dugard war im Garten eines Hauses in der Gegend von San Francisco gefunden worden, nachdem sie 18 Jahre lang gefangen gehalten und vergewaltigt worden war. Sie war als Elfjährige auf dem Schulweg gekidnappt worden.
Auch ein weiteres prominentes Entführungsopfer, die im Jahr 2002 im Alter von 14 Jahren für neun Monate festgehaltene Elizabeth Smart, forderte Rücksicht auf die drei in Cleveland geretteten Frauen.
"Sie sollen wissen, dass sie sich nicht unter Druck fühlen sollten, irgendetwas zu sagen", sagte Smart dem Sender CNN. "Sie sollten sich so viel Zeit nehmen wie sie brauchen - und wenn sie entscheiden, dass sie ihre Geschichte nie erzählen wollen, ist das auch in Ordnung."
08.05.2013, 10:13 Uhr | t-online.de, AFP
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