04.08.2013, 18:23 Uhr | dpa
Im Vergleich: deutsche Polizei im klassischen Blaulicht-Look, die amerikanischen Kollegen mit rotem Blinklicht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images, dpa)
Hat das gute alte Tatütata bald ausgedient? Viele Autofahrer müssen sich auf deutschen Straßen auf Polizeiautos mit neuen Signaltönen nach US-Vorbild und rote Lichteffekte gefasst machen.
Vorerst sechs der 16 Bundesländer wollen die Zusatztechnik ergänzend zum bekannten Blaulicht einführen. Das ergab eine Umfrage bei Landeministerien und Polizeibehörden. Neben Vorreiter Hessen, wo die neuen Signale bereits eingesetzt werden, planen dies Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen, Schleswig-Holstein und Berlin. Fünf Länder wollen eine Einführung prüfen, fünf weitere sehen vorerst keinen Grund dazu.
Die Einführung der Zusatztechnik ist mit einer seit 1. August geltenden bundesweiten Rechtsgrundlage möglich. Ob sie davon Gebrauch machen, entscheiden die für die Polizei zuständigen Länder aber selbst.
Die neuen Signale sollen für mehr Aufmerksamkeit sorgen und das Anhalten vorausfahrender Autos für Polizisten erleichtern. Zulässig sind an Streifenwagen nunmehr auch nach vorn gerichtete Leuchten für rotes Blinklicht. Der heulende Sirenenton - ähnlich wie von US-Polizeiautos bekannt - darf nur zusammen mit dem roten Blinklicht für solche Anhaltemanöver aktiviert werden.
In Baden-Württemberg sind schon alle Streifenwagen mit der neuen Technik ausgestattet. Sie müssten nur noch freigeschaltet werden, heißt es im Stuttgarter Innenministerium. Derzeit laufen dafür noch Vorbereitungen. In Schleswig-Holstein werden im letzten Quartal dieses Jahres die ersten 20 neuen Wagen mit der Ausstattung für die Autobahnpolizei erwartet.
Der Vorteil sei, dass die Streifenwagen Autos dann nicht mehr überholen müssten, um sie zum Stoppen zu bringen. "Dieses neue Signal bedeutet: Anhalten, Polizei", sagt Landespolizeiamts-Sprecher Lothar Gahrmann.
In Nordrhein-Westfalen sehen die Behörden dagegen keinen Grund zum Nachrüsten. Die Polizei habe genügend Möglichkeiten vom Blaulicht bis zu Lichthupe und Martinshorn, um auf sich aufmerksam zu machen, sagt eine Sprecherin des Innenministeriums.
Keine Zusatztechnik anschaffen will auch Mecklenburg-Vorpommern. "Das Geld, das dafür aufgewendet werden müsste, kann für die Sicherheit der Polizei besser ausgegeben werden", hieß es im Innenministerium. Manche Länder wie Bremen würden das Thema prüfen, falls die Innenministerkonferenz der Länder eine bundesweite Einführung beschließen sollte.
04.08.2013, 18:23 Uhr | dpa
Kommentare
/ 451Top Partner
Diesen Artikel...
Mit diesem Clip ist das Mädchen ein kleiner Star im Internet. zum Video
Das skurrile Penthouse ist unter Steinen und Sträuchern verborgen. mehr
Erkunden Sie die neue T-Online.de und gewinnen Sie einen von 20 Tolino Shine eReader! mehr
Im Südosten noch sonnig, aus Nordwesten Schauer und Gewitter. 18 bis 26 Grad. Deutschlandwetter
Jetzt für Neukunden 50% reduziert - 6 Fl. + 2 Gl. nur 24,90 €! Versandfrei bei Reichsgraf von Plettenberg.
Die ESA wirbt für eine bessere Vorhersage des Weltraumwetters. Aus gutem Grund. mehr
Die blutsaugenden Quälgeister unter dem Mikroskop betrachtet. zum Video
Ungefährlich sind die neuen Tiere nicht. mehr
Scheinbar mühelos können die Orcas das Tempo halten. zum Video
Forschern gelingt eine Sensation: Das weltweit größte Bild des Nachthimmels ist neun Gigapixel groß. mehr
Die spektakulärsten Aufnahmen der NASA von der Erde. zum Video
Hochwertige Apothekenkosmetik z.B. von Vichy, Eucerin, Avène usw. zu günstigen Preisen. mehr
Damenmode in bis zu 25 Spezialgrößen. Alle Modelle auch in Kurzgrößen. bei AtelierGS
Radio mit integrierter Wetterstation & nostalgischem Design für nur 29,99 €. bei Hugendubel.de
Krisen & Konflikte
Panorama
Parteien
Wissen