Polizei sucht flüchtigen Gewalttäter
Vergewaltiger soll Therapeutin getötet haben14.09.2013, 17:31 Uhr | t-online.de, dpa
Ein entflohener Häftling und mutmaßlicher Mörder ist im Grenzgebiet der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs unterwegs. Die Spur des 39-jährigen Fabrice Anthamatten, der am Donnerstag bei einem Freigang in der Nähe von Genf seine Therapeutin getötet haben soll, verliere sich am Bahnhof in dem Grenzort Weil am Rhein in Baden-Württemberg, teilte die Polizei Lörrach am Samstag mit.
Am Freitag wurde mit 20 Streifenwagen, Spezialkräften und einem Hubschrauber vergeblich nach dem Mann gesucht.
Das Handy des Mannes, das in Südbaden geortet worden war, sei inzwischen nahe Basel unweit der deutschen Grenze gefunden worden. Hinweise aus der Bevölkerung hätten bislang keine heiße Spur ergeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Derzeit gebe es auch keine "belastbaren Hinweise" darauf, dass sich der Mann noch im Landkreis aufhalte.
"Gleichwohl warnt die Polizei nach wie vor vor dem Mann, der als gefährlich einzustufen und möglicherweise bewaffnet ist", fügte der Sprecher hinzu. Möglicherweise habe er aber den Bahnhof Weil lediglich als Durchgangsstation für seine weitere Flucht genutzt. Der Verdächtige hat die Schweizer und die französische Nationalität.
Wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA berichtete, hatte der Häftling die 34-jährige Therapeutin am Donnerstag während eines Freigangs zu einem Reiterhof erstochen. Dort waren die beiden zu einer Therapiestunde erwartet worden.
Laut der Schweizer Tageszeitung "Le Matin", sollen sie gemeinsam ein Messer gekauft haben - Anthamatten wollte damit angeblich die Hufe der Pferde reinigen. Was danach geschah ist unbekannt. Doch am darauffolgenden Tag wurde die Leiche der jungen Frau und Mutter in einem Waldstück nahe der Reithalle entdeckt.
Der Mann musste in einem Genfer Gefängnis eine Haftstrafe von insgesamt 20 Jahren wegen zweier in Frankreich begangenen Vergewaltigungen absitzen.
Laut der Nachrichtenagentur SDA wurden ihm begleitete Freigänge gestattet, nachdem er zwei Drittel seiner Haftstrafe verbüßt hatte. Der erste davon hatte erst am 3. September stattgefunden, der zweite am vergangenen Donnerstag.
Der 39-Jährige sei gefährlich und könne jederzeit wieder zuschlagen, sagte Gerichtspsychiaterin Liliane Daligand, die einen Prozess in Frankreich beobachtet hatte, "Le Matin". Die Genfer Stadtverwaltung hat zunächst alle Freigänge in Schweizer Haftanstalten eingestellt.
Der Verdächtige, der rund 1,81 Meter groß ist, soll zuletzt einen blauen Regenmantel, braune Hosen, einen schwarzen Hut und Kopfhörer getragen haben.
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14.09.2013, 17:31 Uhr | t-online.de, dpa
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