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Anis Amri tot: Mutmaßlicher Berlin-Attentäter in Mailand erschossen

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Polizei erschießt mutmaßlichen Berlin-Attentäter Anis Amri in Mailand

23.12.2016, 16:56 Uhr | rtr, AFP, dpa

Anis Amri tot: Mutmaßlicher Berlin-Attentäter in Mailand erschossen. Italienische Polizeibeamte sichern Spuren in Mailand, wo es einen Schusswechsel mit Anis Amri gegeben haben soll. (Quelle: AP/dpa)

Italienische Polizeibeamte sichern Spuren in Mailand, wo es einen Schusswechsel mit Anis Amri gegeben haben soll. (Quelle: AP/dpa)

Der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri ist in Mailand bei einer Schießerei getötet worden. Dies teilte der italienische Innenminister Marco Minniti mit. Der Verdächtige sei anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden. Es bestehe "kein Zweifel" an der Identität des Getöteten, sagte Minniti. Auch Generalbundesanwalt Peter Frank bestätigte den Tod Amris.

Die Ermittlungen der deutschen Sicherheitsbehörden konzentrierten sich nun auf ein mögliches Helfernetzwerk des Tunesiers, sagte Frank. Allerdings liefen die Ermittlungen "derzeit nur gegen Unbekannt weiter". Unter anderem gelte es herauszufinden, ob Amri von Unterstützern Geldmittel oder Fluchthilfe erhielt.

Italienische Polizisten hätten Amri am Freitag um 3 Uhr morgens im Mailänder Stadtviertel Sesto San Giovanni bei einer Routinekontrolle um seine Ausweispapiere gebeten, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Minniti sagte, Amri habe eine Waffe aus dem Rucksack gezogen, gefeuert und einen Polizisten an der Schulter verletzt. Der zweite Beamte habe Amri erschossen.

Anreise über Frankreich

Amri kam nach Polizeiangaben mit dem Zug nach Italien. Er sei aus Frankreich, aus Chambéry in Savoien, nach Turin eingereist, berichtete der Mailänder Antiterrorchef Alberto Nobili. Von Turin in der italienischen Region Piemont sei er wiederum mit dem Zug nach Mailand gefahren, wo er gegen 1 Uhr in der Nacht zum Freitag angekommen sei. 

Amri, der bei dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt zwölf Menschen getötet haben soll, hatte in der Vergangenheit mehrere Jahre in Italien gelebt. Nach dem 24-Jährigen wurde seit Mittwoch europaweit gefahndet.

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