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Würth-Entführung: Mutmaßlicher Täter gefasst

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Drama um Unternehmersohn  

Markus Würth-Entführung: Mutmaßlicher Täter gefasst

15.03.2018, 11:29 Uhr | AFP

Würth-Entführung: Mutmaßlicher Täter gefasst. Reinhold Würth: Vor zweieinhalb Jahren wurde sein Sohn entführt. Jetzt sitzt ein Verdächtiger in U-Haft. (Quelle: dpa/Sebastian Kahnert)

Reinhold Würth: Vor zweieinhalb Jahren wurde sein Sohn entführt. Jetzt sitzt ein Verdächtiger in U-Haft. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa)

Zweieinhalb Jahre nach der Entführung des Unternehmersohns Markus Würth hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. In Offenbach griff eine Spezialeinheit zu.

Spezialeinheiten nahmen den 48-jährigen mutmaßlichen Entführer am Mittwoch in Offenbach im Rhein-Main-Gebiet fest, wie die Polizei Fulda und die Staatsanwaltschaft Gießen mitteilten. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Genauere Angaben machten die Ermittler zunächst nicht.

Soko vernimmt Verdächtigen in Fulda

Nach der Festnahme durchsuchten Beamte der Sonderkommission in dem Fall die Wohnung des aus Serbien oder Montenegro stammenden Mannes. Der Verdächtige wurde von Offenbach nach Fulda gebracht und dort vernommen. Staatsanwaltschaft und Polizei machten keine Angaben dazu, ob er sich dabei äußerte.

Der damals 50-jährige Sohn des Schraubenunternehmers Reinhold Würth war im Juni 2015 im hessischen Schlitz entführt worden. Der Entführer forderte ein Lösegeld in Millionenhöhe, zu einer Geldübergabe kam es aber nicht. Einen Tag nach der Entführung wurde Markus Würth in einem Waldgebiet bei Würzburg an einem Baum gefesselt, aber wohlbehalten gefunden. Das Schraubenunternehmen Würth hat seinen Sitz in Künzelsau bei Heilbronn.

Vor einem Jahr startete Öffentlichkeitsfahndung

Vor etwa einem Jahr wurde eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Täter gestartet. Aufgrund einer Tonbandaufzeichnung der Stimme des Entführers wurde ein Täterprofil erstellt. Für Hinweise wurde eine Belohnung von 30.000 Euro ausgesetzt. Der Mann sollte laut den Ermittlern "mit hoher Wahrscheinlichkeit" aus Serbien, dem Kosovo, Montenegro oder Mazedonien stammen.

Er kam demnach vermutlich bereits vor dem Jahr 2001 nach Deutschland und lebte im Großraum Frankfurt/Main. Bei der Suche nach dem Mann setzen die Ermittler auch auf Hinweise aufgrund eines Berichts in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Darüber hinaus wandten sich die Ermittler gezielt an Menschen, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen und im Rhein-Main-Gebiet wohnen.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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