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Friedensnobelpreis: Liu Xia durfte ihren Ehemann besuchen

11.10.2010, 09:46 Uhr | AFP

Friedensnobelpreis: Liu Xia durfte ihren Ehemann besuchen. Für kurze Zeit wieder vereint: Der Friedensnobelpreisträger Liu Xaobo und seine Ehefrau Liu Xia (Foto: Reuters)

Für kurze Zeit wieder vereint: Der Friedensnobelpreisträger Liu Xaobo und seine Ehefrau Liu Xia (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Der für den Friedensnobelpreis ausgewählte Chinese Liu Xiaobo hat sich offenbar im Gefängnis mit seiner Ehefrau getroffen. Sie habe ihn am Sonntagnachmittag im Gefängnis Jinzhou in der nordostchinesischen Provinz Liaoning besucht, teilte das in Hongkong ansässige Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie unter Berufung auf Familienangehörige mit. Möglicherweise konnte Liu Xia dabei ihren Ehemann über die Auszeichnung informieren.

Liu Xia war bereits am Samstag in Liaoning eingetroffen. Das Treffen mit ihrem Ehemann sei für Sonntagmorgen geplant gewesen. Zuvor hatte die Polizei die Straßen zum Gefängnis abgeriegelt und nur Anwohner und Beamte passieren lassen. Die Anwälte des Ehepaars informierten die Behörden nicht. "Wir denken, dass sie zu Liu Xiaobo gebracht wird, aber wir haben keine Möglichkeit, das zu bestätigen", hatte Anwalt Ding Xikui wenige Stunden vorher gesagt.

"Wir wissen nicht wo sie ist"

"Wir haben keinen Kontakt zu ihr herstellen können, wir wissen nicht wo sie ist", hatte er ergänzt. "Wir sorgen uns um ihre Sicherheit." Am Freitagabend hatte Liu Xia am Telefon gesagt, sich in Begleitung von Polizisten zu befinden, die sie in die nordostchinesische Provinz Liaoning bringen würden. Dort sitzt Liu Xiaobo im Gefängnis Jinzhou eine Haftstrafe wegen Untergrabung der Staatsgewalt ab. Seitdem haben die Anwälte Liu Xia nicht mehr erreicht.

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Das Nobel-Komitee hatte am Freitag erklärt, dass Liu Xiaobo den diesjährigen Friedensnobelpreis für seinen "langen und gewaltlosen Kampf" für die Menschenrechte in China erhalten werde. Der 54-Jährige war Weihnachten 2009 zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht warf ihm unter anderem das Verfassen und die Verbreitung der sogenannten Charta 08 vor, einem Aufruf zu umfassenden politischen Reformen in China.

Polizei nahm dutzende Menschen fest

Während Staats- und Regierungschefs in aller Welt die Auszeichnung begrüßten, reagierte Peking mit scharfer Kritik und bezeichnete Liu als "Kriminellen". Chinesischsprachige Medien durften mit keinem Wort über den ersten Friedensnobelpreisträger des Landes berichten. Englischsprachige Medien in China veröffentlichten nur die wütenden Reaktionen der Regierung. Die staatliche Zeitung "Global Times" etwa schrieb am Samstag, das Nobel-Komitee habe den Preis zu einem "politischen Instrument" gegen China gemacht.

Bei Feiern anlässlich der Auszeichnung Lius hatte die chinesische Polizei in Peking, Shanghai und anderen Städten mehrere dutzend Menschen festgenommen. "Dies verursacht der Regierung große Kopfschmerzen", sagte der bekannte Menschenrechtsanwalt Teng Biao. "Sie will nicht, dass die Menschen von dieser Geschichte erfahren. Nichts davon wird in der Presse berichtet."

Intellektuelle unterstützen Liu Xaobo

Sieben chinesische Intellektuelle gratulierten Liu am Samstag in einem offenen Brief zu seiner Auszeichnung, die sie als Zeichen der Hoffnung und der Unterstützung für einen friedlichen Wandel in China bezeichneten. In dem Schreiben, das sie auf einer Internetseite im Ausland veröffentlichten, riefen sie die Regierung zu konkreten Reformen auf, um eine gewaltsame Revolution zu vermeiden. Zu den Unterzeichnern gehören der Umweltaktivist Dai Qing und der Wirtschaftswissenschaftler Mao Yushi.

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