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Ungarn: 192-Kilo-Frau findet keinen Platz im Flieger

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192-Kilo-Frau findet keinen Platz im Flieger

29.11.2012, 11:04 Uhr | uwe, AFP

Ungarn: 192-Kilo-Frau findet keinen Platz im Flieger. Ungarn: Die KLM verweigerte sich, die 192-Kilo-Passagierin zu befördern (Quelle: imago\Bild 13)

Die KLM verweigerte sich, die 192-Kilo-Passagierin zu befördern (Quelle: Bild 13/imago)

Eine schwer kranke Frau hat wegen ihres Übergewichts keinen Platz im Flugzeug für den Heimflug bekommen - und ist schließlich fern der Heimat gestorben.

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Vilma Soltesz wog 192 Kilogramm und war nach einer Beinamputation gehbehindert. Dennoch machte sie sich mit ihrem Mann auf den Weg in ihr Heimatland Ungarn. Als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte und sie wieder zurück nach New York fliegen wollte, weigerten sich jedoch gleich mehrere Fluggesellschaften, die kranke Frau an Bord zu nehmen.

Die Suche nach einem Heimflug dauerte über neun Tage - zu lange für Vilma Soltesz. Die Amerikanerin verstarb. Warum es beim Hinflug offenbar keine Probleme gegeben hatte, der Rückflug jedoch plötzlich unmöglich sein sollte, bleibt vorläufig ein Rätsel.

Probleme mit dem Sicherheitsgurt

Die 56-jährige Soltesz war mit ihrem Mann wie jedes Jahr im September in ihr Herkunftsland Ungarn geflogen, um Urlaub zu machen. Doch den bereits lange im Voraus gebuchten Rückflug nach New York mit der KLM durfte die Frau nicht antreten. Da es keinen passenden Sicherheitsgurt für die korpulente Dame gab, wurde sie vom Piloten zum Verlassen der Maschine aufgefordert.

KLM habe "die physische Unmöglichkeit" gesehen, Soltesz gefahrlos in Budapest an Bord zu nehmen, sagte ein Unternehmenssprecher. Dem Ehepaar war daraufhin geraten worden, eine größere Maschine der Fluggesellschaft Delta von Prag aus zu nehmen.

Personal sucht vergeblich nach Lösung

Dort jedoch waren laut einem Bericht der "Daily Mail" weder ein Kran noch entsprechend stabile Rollstühle vorhanden, um Soltesz an Bord nehmen zu können. "Unsere internen Berichte zeigen, dass das Delta-Personal fast eine Stunde lang versuchte, das Paar einchecken zu lassen, aber es ist ihnen nicht gelungen".

Das Paar hatte daraufhin bei der Lufthansa nach einer Mitreisemöglichkeit gefragt, allerdings auch dort vergeblich. Zwar schafften es Feuerwehr und Technikexperten, die Ungarin an Bord der Maschine zu bringen – doch der Sicherheitsgurt schloss nicht, und Soltesz musste auf Drängen des Kapitäns erneut das Flugzeug verlassen, berichtet das Online-Portal "20min.ch".

Witwer will Fluglinien verklagen

Insgesamt neun Tage dauerte die Suche nach einem Heimflug, berichtete der US-Fernsehsender. Für Vilma Soltesz, die unter Diabetes und einer Nierenkrankheit litt, war dies zu lang - sie starb. Der Witwer kündigte an, dass er die beiden Fluggesellschaften KLM und Delta wegen des Todes seiner Frau auf sechs Millionen Dollar - umgerechnet 4,64 Millionen Euro - verklagen werde.

Der Anwalt von Soltesz argumentiert, KLM habe die Verantwortung übernommen, sie nach Ungarn zu bringen, und hätte sie daher auch zurückfliegen müssen. "Ich verstehe nicht, warum sie abfliegen konnte, aber nicht zurückkehren. Das ist vollkommen unlogisch", so der Anwalt.

 
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