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    Berlin-Friedrichshain: Frühchen in Klinik an Atemwegsvirus erkrankt

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    Mehrere Frühchen in Berliner Klinik an Atemwegsvirus erkrankt

    08.01.2013, 13:02 Uhr | AFP

    Berlin-Friedrichshain: Frühchen in Klinik an Atemwegsvirus erkrankt. Am Berliner Vivantis Klinikum haben sich elf Frühchen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) infiziert. (Quelle: dapd)

    Am Berliner Vivantis Klinikum haben sich elf Frühchen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) infiziert. (Quelle: dapd)

    Auf der Frühgeborenenstation im Berliner Vivantes Klinikum haben sich elf Babys mit einem Atemwegsvirus infiziert. Sechs von ihnen sind daran erkrankt. Es bestehe aber in keinem Fall Lebensgefahr, sagt eine Sprecherin des Krankenhauses. Die Säuglinge liegen im Klinikum auf einer Nachsorgestation für ehemalige Frühchen.

    Zunächst war von zehn infizierten Kindern die Rede gewesen. Nach Angaben der Sprecherin sind von den sechs Babys, die seit Weihnachten durch das sogenannte RS-Virus erkrankten, inzwischen drei wieder gesund. Die anderen drei hätten eine leichte Lungenentzündung beziehungsweise Bronchitis oder Schnupfen. Zwei der Kinder würden mit Antibiotika behandelt.

    Alle betroffenen Kinder seien zum Zeitpunkt der Erkrankung bereits aus dem Frühchen-Stadium heraus gewesen, sagte die Sprecherin. Wie sich die Kinder angesteckt haben, ist laut Klinik noch unklar. Es sei im Nachhinein schwer, die Infektionswege nachzuvollziehen.

    Keine seltene Infektion

    Die Babys haben sich mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) infiziert, das Schnupfen und Bronchitis auslösen kann. Innerhalb des ersten Lebensjahres haben 50 bis 70 Prozent und bis zum Ende des zweiten Lebensjahres nahezu alle Kinder mindestens eine RSV-Infektion durchgemacht. Bei Frühgeborenen sowie Kindern und Erwachsenen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen.

    Die Symptome ähneln denen der Grippe. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Tröpfcheninfektion. Es wird aber angenommen, dass eine Übertragung auch indirekt über kontaminierte Hände möglich ist. Der Erreger ist weit verbreitet; die meisten Krankheitsfälle treten in den Wintermonaten auf.

    Todesfälle in der Charité

    Im Oktober war bekannt geworden, dass mehrere Babys auf einer Frühchenstation der Berliner Charité nach einer Infektion mit Serratien-Bakterien erkrankt waren. Eines von ihnen starb nach einer Herzoperation. Die Serratien-Infektion war laut Charité aber nicht die Todesursache.

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