177 Kilometer im Ozean
64-Jährige schwimmt von Kuba nach Florida03.09.2013, 11:39 Uhr | sid
Erschöpft: Diana Nyad, als sie in Key West aus dem Wasser steigt, umringt von Fans und Journalisten. (Quelle: AP/dpa)
Die US-Langstreckenschwimmerin Diana Nyad ist als erster Mensch ohne Hai-Käfig von Kuba nach Florida geschwommen. Die 64-Jährige bewältigte die 177 Kilometer lange Strecke in 52 Stunden und 54 Minuten.
Nyad war seit ihrem Start in Kuba am Samstagmorgen ohne Unterbrechung bis Montagnachmittag im Wasser. Ab und zu stoppte sie, um etwas zu trinken oder zu essen. Schließlich stieg sie benommen und sonnenverbrannt in Key West im US-Staat Florida aus dem Wasser. Schaulustige am Strand jubelten ihr zu. Es war ihr fünfter Rekord-Anlauf.
An Land wurde Nyad sofort auf eine Bahre gelegt und medizinisch versorgt. Sie war in der kubanischen Hauptstadt Havanna in das Abenteuer gestartet.
Die Extremsportlerin hatte bereits 2011 und 2012 dreimal vergeblich versucht, die Strecke zu schwimmen und zuvor einmal im Jahr 1978. Sie hatte angekündigt, dass der jetzige Versuch ihr letzter sein würde. Die Ausrüstung auf Nyads Begleitbooten schuf ein elektrisches Feld, das Haie fernhalten sollte.
Wie bei den anderen Versuchen lief auch diesmal nicht alles glatt. Gesicht und Lippen der Langstreckenschwimmerin waren gegen Ende hin stark geschwollen, vermutlich von Sonne und Salzwasser, teilte der Sprecher ihres Teamsmit. In der Nacht habe sich ihre Körpertemperatur zudem merklich abgekühlt. Sie habe deshalb eine Verpflegungspause verschoben, um sich durch das Schwimmen warm zu halten.
Nyad hatte diesmal gegen Quallen vorgesorgt - eine Gefahr für Schwimmer in diesen Breiten. Sie trug einen Ganzkörperanzug mit Handschuhen, Schuhen und einer Silikonmaske, die sie vor dem schmerzhaften Gift der Tiere bewahren sollte, sie aber gleichzeitig auch langsamer machte.
An Nyads Rekord hatten sich schon mehrere - jüngere - Frauen versucht. 2012 hatte die Australierin Penny Palfrey auf ungefähr halber Strecke nach Florida abgebrochen. Und erst Mitte Juni war ihre Landsfrau Chloe McCardel bei einem weiteren Rekordversuch in einen Quallenschwarm geraten und musste nach elf Stunden abbrechen.
1978 hatte Walter Poenisch, ein Bäcker aus Ohio, die Strecke angeblich nur mit einer Schwimmbrille und Flossen bewältigt. Kritikern zufolge gibt es dafür aber keine ausreichenden unabhängigen Beweise.
Eine weitere Australierin, Susie Maroney, war die Strecke von Kuba nach Florida 2012 in einem Hai-Käfig geschwommen. Dieser bietet nicht nur Schutz vor den Raubfischen, sondern zieht den Schwimmer auch ein wenig mit.
Nyad, die kürzlich 64 Jahre alt wurde, schwamm unter anderem 1975 in weniger als acht Stunden 45 Kilometer rund um die Insel Manhattan und vier Jahre später 164 Kilometer von den Bahamas nach Florida.
03.09.2013, 11:39 Uhr | sid
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