Besorgniserregender Zustand

Dissident Liu Xiaobo will China verlassen

09.07.2017, 13:05 Uhr | dpa

China lehnt Ausreise von Friedensnobelpreisträger ab

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Nach dem Besuch eines deutschen und eines US-Arztes hat der schwer krebskranke Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo erneut den Wunsch geäußert, im Ausland behandelt zu werden. 

Der 61-Jährige wirkte am Samstag bei einer Untersuchung durch den Heidelberger Spezialisten Markus W. Büchler und den US-Mediziner Joseph M. Herman Fotos zufolge geschwächt. Allerdings schien er sich mit den Ärzten zu unterhalten.

Liu liegt in einer Klinik in der nordostchinesischen Stadt Shenyang. Sein Wunsch, im Ausland behandelt zu werden, war bereits von den Behörden abgelehnt worden. Das Krankenhaus erklärte, ein chinesischer Experte habe gesagt, ein Transport sei für den Patienten nicht ungefährlich.

NACHRICHTEN DES TAGES

Mike Mohring: Im kommenden Jahr würde der CDU-Politiker gern Ministerpräsident von Thüringen werden.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un: Aufbau der Atomstreitmacht abgeschlossen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Eine Mitarbeiterin soll etlichen Flüchtlingen ohne rechtliche Grundlage Asyl gewährt haben. Auch einige Dolmetscher mussten die Behörde nun verlassen.

Spahn (CDU): Nicht alle in der SPD finden seinen Vorschlag richtig.

Innenminister Seehofer: Er will einfacher abschieben können.

Trump und Putin beim Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft: Gab es Absprachen vor der Wahl?

2009 war Liu Xiaobo wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte ein Bürgermanifest veröffentlicht. 2010 wurde Liu der Nobelpreis verliehen.

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